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Neue OZ: Kommentar zum Bau der Ostsee-Pipeline

Osnabrück (ots) - Die erste Klappe Jetzt geht's los. Nach langen Jahren fiel gestern die erste Klappe für den Bau der umstrittenen Ostsee-Pipeline. Schon 2011 soll Gas aus Sibirien durch die neue Leitung nach Westeuropa gepumpt werden und so zuverlässiger als bisher die Verbraucher erreichen. Der Weg über Polen oder die Ukraine barg viele Unsicherheiten, wie vor gut einem Jahr die Lieferengpässe beim Streit Moskau/Kiew gezeigt haben. Der Baubeginn ist aber auch ein Erfolg von Wladimir Putin und Gerhard Schröder, die mit ihrer "Männerfreundschaft" das Vorhaben entschieden vorangetrieben haben. Schröders Nebenjob als Rentner hatte 2005 mit Recht für einiges Aufsehen gesorgt, sein schneller Wechsel vom Regierungssessel auf den Managerstuhl löste mehr als nur Kopfschütteln aus. Für die Sicherung Tausender von Arbeitsplätzen ist das Milliardenprojekt trotzdem wichtig - Ingenieure, Vermessungsspezialisten, qualifizierte Handwerker und Logistiker - alle profitieren von der neuen Rohrleitung tief in der Ostsee. Daneben kommt aber auch der Ökologie eine wichtige Bedeutung zu. Wissenschaftler und Umweltschützer haben hier seit Jahren Bedenken geäußert. Die lange Vorbereitungszeit lässt darauf hoffen, dass neben der technischen Sicherheit auch dieses Thema nicht vernachlässigt worden ist. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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