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WAZ: USA droht Öl-Katastrophe - Umdenken. Kommentar von Angelika Wölke

Essen (ots) - Niemand weiß, wie es zu der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko kommen konnte. Die Plattform "Deepwater Horizon" zählte zu den modernsten der Welt. Das Unternehmen TransOcean, das im Auftrag von BP das Öl aus 1500 Meter Tiefe förderte, ist ein globaler Player, der weltweit größte Spezialist für Ölbohrungen in der Tiefsee. Hohe Sicherheitsstandards attestieren sogar Umweltorganisationen wie Greenpeace dem Unternehmen.

Die Explosion vor der amerikanischen Küste zeigt deutlich: Ein Restrisiko bleibt. Gerade in der Tiefsee. Reparaturen auf dem Meeresgrund sind hier weitaus schwieriger. Die Folgen für das marine Leben kann bislang keiner abschätzen, weil über das Ökosystem weniger bekannt ist als über den Mond.

Von daher sollten die aktuellen Erweiterungspläne der Offshore-Öl-Förderung vor der US-Küste, vor Alaska, in der Barentssee und in politisch so instabilen Gegenden wie vor Nigeria noch einmal überdacht werden. Das Meer als Rohstofflieferant wird zunehmend interessanter. Da gilt es, weltumspannend die Umweltauswirkungen bei der Ausbeutung zu erörtern. Naturschutz muss Priorität vor den Förderinteressen der Industrie erhalten.

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