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Lausitzer Rundschau: Die Grundlage entziehen Gericht verhandelt rechtsextremen Angriff in Finsterwalde

Cottbus (ots) - Der Angriff rechtsextremer Schläger vom August 2007 in Finsterwalde war in vielerlei Hinsicht hinterhältig und feige. Es ging bei dieser Hetzjagd nicht nur gegen zahlenmäßig kleinere Gruppen und Einzelpersonen, die völlig überrascht waren von so viel dumpfer Brutalität. Die Täter versteckten sich auch untereinander durch ihre schiere Masse. Wer genau zugeschlagen und -getreten hat, lässt sich so nur schwer ermitteln. Weil so viele Täter beteiligt waren, brauchten die Ermittler außerdem lange, um die Anklage zu erheben. Auch das spielt den Schlägern in die Hände und könnte von ihren Anführern sogar einkalkuliert worden sein. Drei Jahre nach einer Massenprügelei können sich die Zeugen vor dem Landgericht in Cottbus kaum noch an einzelne Handlungsabläufe und Täter erinnern. Deshalb sind Freisprüche und geringe Strafen zu erwarten, wie es sie für vergleichbare Überfälle in Cottbus und Guben schon gegeben hat. Ermittlungen und Verhandlungen beschleunigen könnte mehr Personal bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten. Zu erwarten sind angesichts der Sparzwänge eher Kürzungen. Es bleibt nur der Versuch, es gar nicht erst zu solchen Hetzjagden kommen zu lassen und dem Rechtsextremismus insgesamt die Grundlage zu entziehen.

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