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Lausitzer Rundschau: Explosive Mischung Zum Konflikt auf der koreanischen Halbinsel

Cottbus (ots) - Die Nachrichten von der koreanischen Halbinsel klingen bedrohlich. Die beiden Landesteile, die seit Jahrzehnten mit einem nicht immer eindeutig interpretierten Waffenstillstandsabkommen leben, gehen nach dem nordkoreanischen Angriff auf ein Kriegsschiff des Südens verbal auf totalen Konfrontationskurs. Wortgewaltige Attacken gab es auch in der Vergangenheit zuhauf, diesmal, nach dem Tod von 46 südkoreanischen Marinesoldaten, hat sich die Situation deutlich zugespitzt. Beunruhigen muss derzeit vor allem die labile Situation in Pjöngjang, der Hauptstadt Nordkoreas. Kim Jong Il, der schwer kranke Diktator, hat seine Nachfolge nicht eindeutig geregelt und vieles deutet darauf hin, dass insbesondere die Generäle ihren Einfluss ausweiten wollen. In dem bitterarmen Land geht es jetzt den unterschiedlichen Fraktionen der Machtelite vor allem darum, ihre Privilegien auch für die Zukunft zu sichern. Aber weil derzeit nicht davon ausgegangen werden kann, dass Nordkorea eine einheitliche, durchdachte Politik verfolgt, bleiben die Gefahren relativ begrenzt - solange der Süden und mit ihm die USA sich nicht provozieren lassen. Dies entspricht ganz dem bisherigen Vorgehen der Obama-Regierung. Die will die explosive Mischung in Ostasien in enger Abstimmung mit China bewältigen und scheint in Peking auf die Bereitschaft zur Kooperation zu stoßen.

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