Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1135) Litauischen Wanderdealern Handwerk gelegt - 12 Festnahmen

    Nürnberg (ots) - Litauische Wanderdealer sind Mitglieder einer litauischen Tätergruppe, die in einer deutschen Stadt immer nur kurz verweilen, um dort schwunghaften Handel mit harten Drogen zu betreiben. Danach "wandern" sie in eine andere Stadt. Die Dealer sind streng hierarchisch gegliedert und der Kleindealer kennt die wahren Hintermänner nicht.

    Die Nürnberger Rauschgiftfahnder konnten in den letzten Monaten nach langwierigen und umfangreichen Ermittlungen und Observationen insgesamt 12 junge Litauer festnehmen, gegen die wegen illegalen, gewerbs- und bandenmäßigen Handels mit Heroin Untersuchungshaft angeordnet wurde. Sichergestellt wurden insgesamt 750 Gramm Heroin, 850 Gramm Streckmittel und 8.665 Euro Bargeld. Hinzu kommt eine nachgewiesene verkaufte Menge von 7 Kilo Heroin. Eine erhebliche Dunkelziffer ist nicht auszuschließen. Als Herkunftsland für das Heroin kristallisieren sich derzeit die Niederlande heraus. Der Stoff war für in Nordbayern lebende russische Spätaussiedler vorgesehen. Als Rauschgiftverstecke dienten zunächst Erddepots im Wald am Stadtrand, und nachdem die Fahrtkosten dorthin zu teuer wurden, verlagerten sie die Verstecke in Erddepots in der Nürnberger Südstadt. Nur zum Portionieren wurde das Heroin in Hotels mitgenommen. Nürnberg war Dreh- und Angelpunkt für die Rauschgifthändler. Hier wurde der Stoff an Kleindealer weitergegeben und andererseits war Nürnberg die Geldsammelstelle der illegalen Einnahmen.

    Aufgeflogen sind die in Nürnberg agierenden Litauer im März 2003, als ein 26-Jähriger bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde und in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Bei der Räumung seines Hotelzimmers wurden 160 Gramm Heroin und 70 Gramm Streckmittel gefunden. Es konnte ermittelt werden, dass der Dealer in den letzten vier Wochen ein Kilogramm Heroin in Nürnberg und Augsburg verkauft hatte.

    Wenige Wochen später konnte ein 23-jähriger Litauer festgenommen werden, der 100 Gramm reines Heroin in einem Fußpuder-Streuer sowie 170 Gramm Streckmittel einstecken hatte. Auch seine beiden Lieferanten wurden kurz darauf in einem Hotel festgenommen. Bei ihnen fanden die Beamten 200 Gramm Heroin, 500 Gramm Streckmittel und 2.200 Euro. Der 23-Jährige war aus Schweinfurt angereist und wollte den dortigen Bedarf decken.

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