Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 040919 – 1031 Stadtgebiet Frankfurt: Falsche Polizeibeamte weiterhin aktiv

    Frankfurt (ots) - Gleich drei Anzeigen liegen der Frankfurter Polizei vor, wonach am vergangenen Wochenende bislang unbekannte Täter, die sich als falsche Polizeibeamte ausgaben, Geschädigte aus Asien (überwiegend Aussteller bzw. Besucher der derzeit stattfindenden Automechanika auf dem Messegelände) bestohlen haben.

    Erstes Opfer der „Polizeibeamten“ war am Freitagvormittag gegen 10.00 Uhr ein 42-jähriger Mann aus Malaysia. Der Anzeige zufolge war er mit zwei Landsleuten zu Fuß auf der Darmstädter Landstraße unterwegs, als die drei Asiaten in Höhe der Eisenbahnunterführung von einem unbekannten Mann angesprochen wurden, der sie nach dem Weg fragte. Da sie ihm nicht helfen konnten, gingen die Geschädigten weiter und wurden kurz darauf in der Elisabethenstraße von zwei Männern angehalten. Die Unbekannten zückten ein „grünes Dokument“, sagten, sie seien Polizeibeamte und müssten sie jetzt überprüfen. Die eingeschüchterten Malaysier zeigten daraufhin ihre Ausweisdokumente sowie die Geldbörsen. Nachdem die Sachen den Geschädigten wieder zurückgegeben worden war, entfernten sich die Täter in unbekannte Richtung. Später stellte der 42-Jährige beim Nachzählen seines Geldes fest, dass rund 500 Euro fehlten. Erst Stunden später meldete der Mann den Vorfall an der Rezeption seines Hotels. Von dort aus wurde die Polizei verständigt. Nach Angaben des Geschädigten soll es sich bei den Tätern um drei 28 bis 40-jährige Südländer gehandelt haben.

    Gegen 20.30 Uhr wurden dann zwei indische Staatsbürger im Alter von 41 und 46 Jahren Opfer der dreisten Diebe. Die Geschädigten befanden sich zu Fuß auf der Hamburger Allee, als sie von einem Unbekannten in englischer Sprache angesprochen wurde, der sie nach dem Weg zum Hauptbahnhof fragte. Plötzlich gesellten sich zwei weitere Männer hinzu, zeigten einen „Ausweis“, gaben sich als Polizeibeamte aus und kontrollierten die Inder. Nachdem die Täter verschwunden waren, mussten die Geschädigten den Verlust von insgesamt 1.500 Euro feststellen. Die „Polizeibeamten“ wurden von den Diebstahlsopfern als zwischen 30 und 55 Jahren beschrieben. Zwei von ihnen sollen Asiaten gewesen sein. Bei dem dritten Mann soll es sich um einen Iraner oder Iraker gehandelt haben.

    Am gestrigen Samstagabend gegen 21.50 Uhr wurden im Bereich des Südbahnhofes schließlich zwei Thailänder bestohlen. Die beiden 32 und 34 Jahre alten Brüder wurden von zwei Südländern angesprochen, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Anschließend wurden die Asiaten kontrolliert. Hierbei stahlen die Täter aus den Geldbörsen ihrer Opfer rund 600 Euro. Lockvogel war zuvor ein Mann, der die beiden Brüder mit einer Landkarte in der Hand ansprach. Erst mit einem erheblichen Zeitverzug meldeten sich die Thailänder beim Bundesgrenzschutz im Hauptbahnhof. Bei den „Polizeibeamten“ soll es sich um Südländer im Alter zwischen 25 und 35 Jahren gehandelt haben.(Karlheinz Wagner/ -82115).


ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Frankfurt

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