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TELEPOLIS: Die Geek-Autismus-Connection/Geniale Autisten bestimmen die High-Tech-Welt

Hannover (ots)

Menschen mit autistischen Zügen entpuppen sich
als die eigentlichen Helden unserer von Computern dirigierten Welt,
schreibt das Online-Magazin TELEPOLIS (www.telepolis.de) in seinem
aktuellen Artikel "Die Geek-Autismus-Connection".
Sie fühlen sich oft als Außerirdische auf fremden Planeten,
empfinden Blickkontakt und Körpersprache anderer als bedrohlich und
gelten als exzentrische Spinner, pedantische Stoffel oder
realitätsfremde Einzelgänger - Menschen mit dem Asperger-Syndrom,
einer leichten Form des Autismus. Aspies, wie sie sich selbst nennen,
verfügen meist über eine gute Sprachbegabung, sind
überdurchschnittlich intelligent und gehen häufig technischen
Interessen nach - und das in obsessiver Weise.
Die Zahl der autistischen Patienten hat sich in den letzten acht
Jahren in Kaliformien mehr als verdreifacht, auch die Anzahl der
leichteren Formen von Autismus soll letztes Jahr um 55 Prozent
zugenommen haben. Forscher sprechen von einer Autismus-Epidemie. Eine
der Hochburgen dürfte dann das Silicon Valley sein, mutmaßt
TELEPOLIS-Redakteurin Michaela Simon in ihrem Artikel.
Oft bleibt Asperger, oder abgekürzt AS, undiagnostiziert. Aspies
können in der Arbeitswelt Nischen finden, in denen sie gut zurecht
kommen. Mehr noch, gewisse Attribute eines milden Autismus können in
Gesellschaften, in denen systematische Intelligenz gut angeschrieben
ist, durchaus als adaptiv gelten: Zum Beispiel Bill Gates, der von
vielen Autismus-Forschern übereinstimmend als Aspie eingestuft wurde.
Zu einer anderen Zeit hätten Menschen mit dem Asperger-Syndrom,
das auch "little Professor Syndrome", "Geek-Syndrome" oder "Nerd
Syndrome" genannt wird, als Mönche gearbeitet und neue Tinte für
frühe Druckerpressen entwickelt. Heute jedoch verdienen sie 150 000
Dollar im Jahr und pflanzen sich sehr erfolgreich fort, weiß Bryna
Siegel, Mitbegründerin der Stanford University Autism clinic.
"Auch wenn nur wenige der Aspies über das Potenzial eines Einstein
verfügen, wir brauchen sie, denn Versuche, 'normale' Menschen mit
ihren Tugenden zu füttern, sind bislang immer fehlgeschlagen", meint
Autorin Michaela Simon. "Wobei sich die Frage aufdrängt, ob die
verführerische Omnipräsenz der Computer ihre Wesenszüge fördert und
was sie ohne Rechner täten?"
"Die Geek-Autismus-Connection" abrufbar unter:
   http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/11997/1.html
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