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Hertie-Stiftung und FENS verleihen Eric Kandel Young Neuroscientists Prize an Julijana Gjorgjieva

Hertie-Stiftung und FENS verleihen Eric Kandel Young Neuroscientists Prize an Julijana Gjorgjieva
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Prof. Dr. Julijana Gjorgjieva (37) erhält die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre wissenschaftliche Leistung im Bereich der theoretischen Neurowissenschaften.

Frankfurt/Brüssel, 13. Juli 2021. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die Federation of European Neuroscience Societies (FENS) freuen sich, die Gewinnerin des Eric Kandel Young Neuroscientists Prize 2021 bekannt zu geben: Prof. Dr. Julijana Gjorgjieva (37) erhält die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre wissenschaftliche Leistung im Bereich der theoretischen Neurowissenschaften. Der Eric Kandel Young Neuroscientists Prize zeichnet alle zwei Jahre herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchs in der Hirnforschung aus.

Julijana Gjorgjieva ist Professorin für Computational Neurosciences an der School of Life Sciences der Technischen Universität München (TUM) sowie Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Entschlüsselung von Mechanismen bei der Verarbeitung von Sinneseindrücken und der Entwicklung der dazugehörigen neuronalen Netze.

„Frau Prof. Gjorgjieva hat mithilfe ihrer Modelle wichtige Grundlagen entdeckt, nach denen die Selbstorganisation neuronaler Netzwerke in der Entwicklungsphase geregelt wird“, sagt Dr. Astrid Proksch, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. „Mit dem Eric Kandel Young Neuroscientists Prize möchten wir ihre exzellente Arbeit weiter unterstützen und ihre wissenschaftliche Karriere befördern.“

Julijana Gjorgjieva zu ihrer Auszeichnung: „Ich fühle mich geehrt und bin sehr dankbar für diesen Preis, den ich den Mitgliedern meines Labors, unseren Partnern und meinen Mentoren verdanke.“

Die Verleihung des Eric Kandel Young Neuroscientists Prize, der nach dem amerikanischen Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger Eric Kandel benannt wurde, findet am 23. September 2021 in der Frankfurter Paulskirche statt. Prof. Kandel wird den Preis persönlich an Julijana Gjorgjieva übergeben. Es ist bereits das siebte Mal, dass die Hertie-Stiftung und die FENS die mit 100.000 Euro dotiert Auszeichnung vergeben, von der 50.000 Euro für den Aufbau eines wissenschaftlichen Kooperationsverhältnisses vorgesehen sind. Der Preis beinhaltet außerdem die Einladung, die Eric Kandel Prize Lecture beim FENS Forum zu halten, das im Juli 2022 in Paris stattfinden wird.

Prof. Jean-Antoine Girault, Präsident der FENS: „Ich gratuliere Frau Prof. Gjorgjieva im Namen der FENS zur Auszeichnung mit dem renommierten Eric Kandel Young Neuroscientists Prize. Für die FENS ist der Preis ein wichtiger Beitrag, um herausragende Forschungen wie die von Julijana Gjorgjieva anzuerkennen und junge Neurowissenschaftler bei der Förderung ihrer Karriere zu unterstützen.“

Seit 2010 wird der Eric Kandel Young Neuroscientists Prize durch die Hertie-Stiftung in Kooperation mit der FENS im zweijährigen Turnus ausgeschrieben, er steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek.

Weitere Informationen: www.ghst.de/kandel

Ein Foto von Julijana Gjorgjieva ist beigefügt, Bildnachweis: A. Eckert/TUM

Prof. Dr. Julijana Gjorgjieva, geboren 1983 Mazedonien, studierte Mathematik am Harvey Mudd College, Kalifornien. 2011 schloss sie ihre Promotion in angewandter Mathematik an der University of Cambridge (UK) ab und war anschließend fünf Jahre als Postdoc an der Harvard University sowie an der Brandeis University in den USA tätig, mit Stipendien von der Swartz Foundation und dem Burroughs-Wellcome Fund. 2016 rief sie eine unabhängige Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt a. M. ins Leben und wurde kurz danach durch das MaxPlanck@TUM-Programm als Assistant Professor an die TUM berufen. Prof. Gjorgjieva ist Vorstandsmitglied des Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience.

Hertie-Stiftung

Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland. www.ghst.de

FENS

Die Federation of European Neuroscience Societies (FENS) wurde 1998 auf dem ersten Forum of European Neuroscience gegründet und ist die Hauptorganisation für Neurowissenschaften in Europa. Ihre Aufgabe ist es, die Forschung und Ausbildung in den Neurowissenschaften innerhalb und außerhalb Europas zu fördern und die Interaktion und Koordination zwischen ihren Mitgliedern zu erleichtern. Die FENS vertritt derzeit 44 europäische nationale und monodisziplinäre neurowissenschaftliche Gesellschaften mit mehr als 20.000 wissenschaftlichen Mitgliedern aus 33 europäischen Ländern. www.fens.org

Pressekontakt:
Carmen Jacobi
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Kommunikation
Tel.: +49 69 660 756-155 
jacobic@ghst.de
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