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26.03.2019 – 11:15

Gemeinnützige Hertie-Stiftung

"Denn jede Stimme zählt - jeden Tag" - Democracy App startet Wahl-O-Meter: User überprüfen, ob sie der "richtigen" Partei ihre Stimme gegeben haben

Frankfurt/Main, Berlin (ots)

Für Bürger: Direktkandidaten-Voten werden sichtbar.
Für Politiker: App gibt Stimmungsbild von Community zu Einträgen und 
Gesetzen, nach Wahlkreisen aufgeschlüsselt.
Hertie-Stiftung hat App-Entwicklung mit 50.000 Euro gefördert. 

Eine digitale Chance für die Demokratie - das ist die 2018 gestartete Democracy App. Dort können Userinnen und User direkt über alle Gesetze und Anträge abstimmen, die gerade im Bundestag beraten werden. "So bringen wir Bürger und Politiker miteinander in den Dialog: Alle vier Jahre zu wählen ist wichtig, aber den Politikern täglich das Stimmungsbild der Nutzer zu spiegeln, ist besser", sagt Marius Krüger, Initiator und Kollegiat des Hertie-Innovationskolleg (HIK). Die 23.000 aktiven User der Democracy App äußern sich wöchentlich mit über 40.000 Voten. Das Ziel von Marius Krüger ist es, politische Entscheidungen zu inspirieren, Menschen miteinander in Verbindung zu bringen und vielleicht auch auf die Straße.

Wahl-O-Meter für die eigene Wahlentscheidung

Ende März wird es spannend, denn die Democracy App startet mit dem Wahl-O-Meter, einem neuen Feature, das Abstimmungsverhalten der User mit den Voten der Bundestagsfraktionen vergleicht: "Jetzt kann jeder überprüfen, zu wie viel Prozent er von den jeweiligen Parteien im Bundestags vertreten wird", erläutert Marius Krüger. "Jeder kann seine eigene Wahlentscheidung mit der App überprüfen: Liegt die Partei, die ich gewählt habe, immer noch auf meiner Linie? Sollte ich bei der nächsten Bundestagswahl einer anderen Partei meine Stimme geben?" Damit das Ergebnis auch fundiert ist, sollte der User sich regelmäßig an den App-Abstimmungen über Anträge und Gesetze im Bundestag beteiligen, denn diese sind die Grundlage für die Berechnung.

Voten der einzelnen Bundestagsabgeordneten sichtbar machen

Um für weitere Transparenz in der Bundespolitik zu sorgen, zeigt die App - bei namentlichen Abstimmungen - wie die einzelnen Bundestagsabgeordneten abgestimmt haben. Diese einfache Nachvollziehbarkeit ist einzigartig. "Schon heute schauen Politiker genau hin, wenn 100 Menschen aus ihrem Wahlbezirk sich gegen ein Gesetzesvorhaben aussprechen und werden das vor Ort thematisieren", betont Krüger. "Daher schlüsseln wir ab jetzt das Community-Ergebnis nach Wahlkreisen auf."

Mutige Demokratie-Gestalter fördern

"Die Hertie-Stiftung sieht in der Democracy App ein interessantes Instrument für mehr Transparenz in der Bundespolitik, daher haben wir Marius Krüger als Kollegiaten am Hertie-Innovationskolleg aufgenommen", erläutert Kaija Landsberg, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung für den Bereich "Demokratie stärken". Mit dem Innovationskolleg unterstützt die Hertie-Stiftung zukunftsweisende und mutige Demokratie-Gestalter, die unserer vielfältigen Gesellschaft neue Wege aufzeigen wollen. Im Kollegjahr erhalten die Geförderten ein Stipendium für ihre Lebenshaltungskosten und Projektgelder für die Umsetzung ihrer Idee - diese doppelte Förderung ist in Deutschland einzigartig.

Für Marius Krüger ist die Democracy App ein wichtiges Tool, um ein Meinungsbild zu zeigen, dem sich dann vielleicht viele Menschen oder gar ein Großteil der Bevölkerung anschließt. "Dann kann diese gesammelte Kraft öffentlich Druck erzeugen." Aber um Wirkung auf Bundestag und Regierung zu haben, braucht die App natürlich noch weitere User. Die App ist kein Meinungsumfrage-Tool, sondern die Chance auf eine grundgesetzfreundliche Partizipation. "Da wollen wir Kommunikation anbieten. Zukünftig können sich Abgeordnete auch zu Gesetzen direkt in der App der Community erklären, denn für uns ist klar: Jede Stimme zählt!"

Über die Democracy App

Alles, was im Bundestag passiert, nachvollziehbar und transparent zu machen, dies ist Ziel der 2018 gelaunchten App. Mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne sammelte Marius Krüger 35.000 Euro Startkapital zu Gunsten des von ihm gegründeten Vereins Democracy e.V. und erhielt dann von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung 50.000 Euro für die Programmierung der Democracy App. Zudem ist Marius Krüger Kollegiat beim Hertie Innovationskolleg. www.democracy-deutschland.de Erklärfilm unter: https://youtu.be/7f4_yFQwnck

Über das Hertie-Innovationskolleg

Das Hertie-Innovationskolleg (HIK) ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, dass das Zusammenleben in Europa durch Vorhaben mit großer gesellschaftlicher Wirkung und Vorbildcharakter mitgestaltet. Es fördert Ideen von freien Denkern sowie zukunftsweisende, praxisorientierte Projekte unterschiedlicher Formate innerhalb der drei Themenbereiche Zukunft der Demokratie, Zukunft der Bildung sowie Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts. www.hertie-innovationskolleg.de

Über die Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland. www.ghst.de

Pressekontakt:

Dr. Claudia Becker
Kommunikation
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Grüneburgweg 105
60323 Frankfurt
Tel. +49 69 660 756 - 157
BeckerC@ghst.de
www.ghst.de

Original-Content von: Gemeinnützige Hertie-Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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