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DIE ZEIT

Helmut Schmidt warnt vor einem neuen atomaren Zeitalter und kritisiert den Egoismus Amerikas

Hamburg (ots)

Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt warnt
in der ZEIT vor einem "neuen atomaren Zeitalter" und kritisiert die 
USA für ihren Plan, in Polen und Tschechien Raketenabwehrsysteme zu 
installieren. "Für die USA als derzeit wichtigste Führungsmacht der 
Erde", schreibt Schmidt, "reicht es nicht aus, die Lage der Welt 
allein aus dem nationalen Blickwinkel amerikanischer 
Sicherheitsinteressen zu betrachten."
Statt atomar abzurüsten, hätten die USA und Russland ihre 
Waffenarsenale modernisiert und gegen den Nichtverbreitungsvertrag 
verstoßen. "Diese Ent-wicklung wird zwangsläufig dazu führen", so 
Schmidt, "dass Nichtatomwaffenstaaten sich hintergangen und 
ausgeliefert fühlen."
Heftig kritisiert der ehemalige Bundeskanzler Washingtons 
Raketenabwehrpläne in Polen und Tschechien: "Wenn die USA sich heute 
anschicken, in einigen Staaten in geografischer Nähe zu Russland und 
zu China amerikanische Raketenabwehrsysteme zu installieren, dann 
beunruhigt das auch diese beiden etwas weniger gewichtigen atomaren 
Weltmächte - und provoziert sie zugleich zu neuen eigenen 
Anstrengungen." Schmidt fordert die Regierung in Washington auf, sich
selbst "strategische Zügel" anzulegen und zu ihrer multilateralen 
Führungsaufgabe zurückzukehren. "Die Welt braucht dringend das 
positive Beispiel der großen amerikanischen Führungsnation", schreibt
Schmidt. "Das von Präsident Bush jr. vorgelebte Primat eines 
amerikanischen sacro egoismo kann ohnehin nicht von Dauer sein."
Den kompletten ZEIT-Beitrag der ZEIT Nr. 11 vom 8. März 2007 
senden wir Ihnen gerne zu.

Pressekontakt:

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558,
E-Mail: bunse@zeit.de)

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