DIE ZEIT

Deutschland bei den Russen verschuldet

    Hamburg (ots) -

    Russland ist für den deutschen Staat zum Netto-Gläubiger geworden. Insgesamt hat Deutschland nach Schätzungen westlicher Fachleute inzwischen mehr Schulden bei den Russen als Russland bei den Deutschen, wie die ZEIT berichtet. Zum Jahresende 2005 wies die russische Zentralbank Währungsreserven von 182,2 Milliarden US-Dollar aus, darunter 137 Milliarden an Devisenbeständen, die nach Einschätzung der Experten in erstklassigen Staatsanleihen angelegt sind.

    Die Notenbank in Moskau hält zwar die Zusammensetzung ihrer Bestände geheim - zudem ändert sie ihr Portfolio immer wieder durch kurzfristige Investitionsentscheidungen. Kenner des Kapitalmarkts gehen aber davon aus, dass mindestens 30 bis 35 Prozent der russischen Devisenreserven im Euro-Raum angelegt sind, von denen wiederum mindestens ein Drittel auf deutsche Staatspapiere entfällt. Dazu kommen noch die im Ausland angelegten Mittel aus dem Stabilisierungsfonds Moskaus, der aus staatlichen Erdöl- und Erdgasgewinnen gespeist wird. Insgesamt halten die Russen damit deutsche Staatsanleihen im Wert von mindestens 14 Milliarden Euro. Die russischen  Staatsschulden bei den Deutschen betragen dagegen nur zwölf Milliarden Euro.

    Den kompletten Text der ZEIT Nr. 4 vom 19. Januar 2006 senden wir Ihnen gerne zu.

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