DIE ZEIT

Regisseur David Cronenberg ist rettungsloser Autofan

    Hamburg (ots) - Der kanadische Horrorfilm-Regisseur David Cronenberg ist von Autos und Motoren besessen. Zur Zeit fahre er "einen Turbo-Porsche, den ich zusätzlich verändert und getunt habe. Er ist sehr schnell und sehr stark, er hat 470 PS", sagt Cronenberg der ZEIT. Schon als Dreijähriger sei er nie von seinem Dreirad heruntergekommen. Er habe sich von allem angezogen gefühlt, was rollt. "Der Gedanke an einen Unfall löste bei mir morbide Schauer aus." Cronenberg hat gerade das Drehbuch eines geplanten Films über die Familie Ferrari als Buch veröffentlicht.

    Cronenberg, der vor allem durch seine Autounfall-Fantasie "Crash" (1996)  oder den Verwandlungsfilm "Die Fliege" bekannt wurde, beklagt, der Körper und seine Reflexion seien heute aus dem Kino weitgehend verbannt. "Es ist nun einmal so, dass die Leute die Dinge, die sie verstören, lieber unterdrücken. Ich bin ein böser Bilder-Therapeut. Einer, der die Menschen in Kontakt mit ihren dunklen, verdrängten Schichten bringt." In seinem neuen Film A History of Violence beschreibt Cronenberg die langsame Demontage eines amerikanischen Kleinstadt-Idylls: "Die Gewalt ist Teil unseres Lebens, unserer Zivilisation, um so mehr, wenn man um jeden Preis versucht, sie auszuschließen."

    Das komplette Interview der ZEIT Nr. 41 vom 6. Oktober 2005 senden     wir Ihnen gerne zu.

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