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Uwe-Karsten Heye fordert nationalen Demokratiegipfel in Berlin bei der Vorstellung des Weblogs "Störungsmelder"

    Hamburg (ots) - Im Rahmen einer Pressekonferenz zur Eröffnung des Anti-Nazi-Blogs "Störungsmelder" forderte Uwe-Karsten Heye eine bundesweite Anstrengung gegen den erstarkenden Rechtsextremismus. Der ehemalige Sprecher der Regierung Schröder und Gründer des Vereins Gesicht Zeigen! e.V.: "Rechtsextremismus ist weder ein ausschließlich ostdeutsches-, noch ein reines Jugendproblem. Langfristig bedarf es einer bundesweiten Anstrengung, beispielsweise in Form eines Demokratiegipfels, um dem sich ausbreitenden Rechtsextremismus wirkungsvoll entgegen treten zu können."

    Heye verweist auf etliche hervorragende zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich meist ehrenamtlich und mit wenig Mitteln engagieren und für eine starke und lebendige Demokratie eintreten. Besonders das vielfältige Engagement Jugendlicher mache Mut. Diese Initiativen müssten mehr öffentliche Anerkennung finden und endlich langfristig unterstützt werden. Im Hinblick auf die aktuellen Zahlen von 2006  - rund 18.000 Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund, davon über 1.000 Gewaltdelikte - warnt Heye vor einer Verharmlosung des Problems. Für den Demokratiegipfel fordert Heye eine Zusammenarbeit von Bund, Kommunen, Arbeitgebervertretern und anderen relevanten Stellen mit den engagierten Initiativen.

    Als Vorsitzender von Gesicht Zeigen! stellte Heye am Montag zusammen mit anderen Beteiligten den Stoerungsmelder vor - ein Blog, auf dem sich besonders Jugendliche über ihre Erfahrungen mit Nazis und rechter Jugendkultur austauschen können. Das Blog wird erstmalig von einer breiten Medienunterstützung getragen und von prominenten Autoren unterstützt. Initiatoren sind der ZEIT-Zuender, Intro, Gesicht Zeigen! und die Agentur WE DO, Partner des Projekts sind Medien wie SPIESSER, Intro, 11 Freunde, jetzt.de, festivalguide.de und Bolzen.

    Prominente Blogger sind unter anderen die Moderatoren Markus Kavka, Ole Tillmann, Klaas Heufer-Umlauf, Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger und die Schauspielerin Nina Gnädig.

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