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07.06.2005 – 14:54

VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik

Attraktive Berufssituation für Elektroingenieure
VDE-Ingenieurstudie 2005 sieht Expertenmangel in Schlüsselindustrie

    Frankfurt/Main (ots)

Seit langem warnt die Elektro- und IT-Branche bereits vor einem drohenden Expertenmangel. Die heute vorgestellte VDE-Ingenieurstudie 2005 belegt, dass der Bedarf an Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik gegen den Trend des Arbeitsmarktes wächst, während die Zahl der Studienanfänger sinkt. Neue Arbeitsfelder verstärken die Nachfrage zusätzlich.

    "Die Elektronikindustrie ist eine Schlüsselbranche mit vielfachen Wirkungen auch in andere Industriebereiche", erklärte VDE-Präsident Michael Stadler anlässlich der Vorstellung der Ingenieurstudie in München. Mit FuE-Ausgaben in Höhe von 11 Mrd. Euro und 76.000 FuE-Mitarbeitern zähle die Elektronikindustrie zu den wichtigsten Innovationsmotoren. Mehr als 50% der gesamten deutschen Industrieproduktion und über 80% der Exporte hängen von ihr ab.

    Dabei entwickeln sich die Tätigkeitsprofile von Ingenieuren immer mehr hin zu Projektierung, Implementierung und Integration komplexer Systeme aus Hard- und Software. "Neben der fachlichen Qualifikation sind zunehmend nichttechnische Kompetenzen wie etwa Methoden- und Sprachkenntnisse oder Führungskompetenz gefragt", so Stadler. Dem Wandel tragen auch die Hochschulen mit der Einführung gestufter Bachelor- und Masterstudiengänge Rechnung. Indessen ist die Zahl der Studienanfänger in 2004 um ca. 5% auf 17.200 zurückgegangen. Die Abbrecherquote liegt mit 50% an Universitäten und 35% an Fachhochschulen auf einem hohen Niveau.

    Stadler: "2005 werden rund 8.000 Elektrotechnik-Studenten ihr Studium beenden. Diese Zahl kann den Fachkräfte-Bedarf der Wirtschaft aber kaum decken." Der Verband prognostiziert bis 2008 einen Anstieg der Absolventen auf etwa 10.000 pro Jahr, danach wird ein leichter Rückgang erwartet.

    Um dem Expertenmangel abzuhelfen, müssen nach Ansicht des VDE die Zahl der Studienanfänger erhöht und die Abbrecherquote gesenkt werden. "Wir müssen über Berufsinhalte und Möglichkeiten von Ingenieurkarrieren informieren, um das Image des Ingenieurberufs langfristig zu verbessern", so Stadler in München.

    Download der VDE-Ingenieurstudie 2005 unter www.vde.com/reports

Pressekontakt:
Ursula Gluske-Tibud
Pressereferentin
VDE
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel. 069 6308218
ursula.gluske-tibud@vde.com

Original-Content von: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, übermittelt durch news aktuell

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