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"Gesundheit braucht Hitzeschutz": Berliner Gesundheitspreis zeichnet innovative Projekte zum Schutz vor Extremtemperaturen aus

Berlin (ots)

Die Ärztekammer Berlin und der AOK-Bundesverband loben zum 15. Mal den Berliner Gesundheitspreis aus. Unter dem Motto "Gesundheit braucht Hitzeschutz" werden angesichts des fortschreitenden Klimawandels Best-Practice-Projekte gesucht, die durch kluge Hitzeschutzmaßnahmen gezielt und wirksam gesundheitliche Risiken verringern. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Bewerbungen sind ab sofort und bis zum 18.10.2026 möglich.

Der Klimawandel beschleunigt sich und wird in Zukunft zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen führen. Hohe Temperaturen belasten wiederum Körper und Seele und können bereits bestehende Gesundheitsprobleme verschärfen. Schon jetzt sterben in Deutschland jedes Jahr tausende Menschen an den Folgen von extremen Temperaturen. Allein im Sommer 2026 hat das Robert Koch-Institut bis Mitte August etwa 15.800 hitzebedingte Todesfälle verzeichnet. Auch das Gesundheitssystem stößt an seine Grenzen: Mehr Hitze bedeutet mehr Krankschreibungen, mehr Notrufe und mehr Krankenhausaufnahmen.

Auf die gesundheitlichen Auswirkungen sommerlicher Extremtemperaturen ist Deutschland nicht gut vorbereitet. Vielerorts fehlen praxisnahe, wirksame Konzepte, um besonders gefährdete Menschen vor den Folgen der Hitze zu schützen. "Unter den Auswirkungen der Hitze leiden vor allem Ältere, Schwangere, Kinder, chronisch kranke Menschen und alle, die bei hohen Temperaturen unter freiem Himmel arbeiten oder Sport treiben", erklärt Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes. "Sie müssen besser geschützt werden. Ein wirksamer gesundheitlicher Hitzeschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen." PD Dr. med. Peter Bobbert, Präsident der Ärztekammer Berlin, ergänzt: "Extreme Hitze ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko, dessen negative Auswirkungen uns Ärztinnen und Ärzten immer häufiger begegnen. Ein wirksamer Hitzeschutz ist aktiver Gesundheitsschutz und kann Leben retten."

Auszeichnung für erprobte und praxistaugliche Projekte

Mit dem Berliner Gesundheitspreis 2027 wollen die Initiatoren erprobte, praxistaugliche Lösungen auszeichnen, die Hitzeschutz wirksam mit Gesundheitsschutz verbinden und dazu beitragen, die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels und der mit ihm einhergehenden Hitze abzumildern. Gesucht werden Best-Practice-Projekte, die in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, in Lebenswelten sowie im städtischen oder regionalen Setting ansetzen und die gesundheitliche Belastung durch starke Hitze nachweislich reduzieren. Die eingereichten Projekte sollten praxiserprobt und bereits mit Evaluationsergebnissen hinterlegt sein.

Die Entscheidung über die Preisträgerinnen und Preisträger wird eine unabhängige Experten-Jury treffen. Die Auszeichnungen sollen im Sommer 2027 im Rahmen einer Preisverleihung übergeben werden.

Berliner Gesundheitspreis wird seit 1995 alle zwei Jahre vergeben

Der bundesweite "Berliner Gesundheitspreis" wird seit 1995 alle zwei Jahre durch den AOK-Bundesverband und die Ärztekammer Berlin ausgeschrieben. Der Innovationswettbewerb widmet sich jeweils einem ausgewählten Thema, das eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung hat. Er soll vorbildliche Initiativen und Projekte bekannt machen und so dazu beitragen, sie schnell in die Praxis zu überführen.

Weitere Informationen zum Preis und zur Bewerbung:

www.berliner-gesundheitspreis.de

(Gemeinsame Pressemitteilung der Ärztekammer Berlin und des AOK-Bundesverbandes)

Pressekontakt:

Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle:
Dr. Kai Behrens
Telefon: 030 / 34646-2309
Mobil: 01520 / 1563042
E-Mail: presse@bv.aok.de

Original-Content von: AOK-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

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