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20.09.2005 – 09:01

PwC Deutschland

Lebensmittelsektor: Appetit bei Private Equity-Investoren wächst

    Frankfurt am Main (ots)

    Private Equity-Investoren sorgen für Bewegung in europäischer     Lebensmittelindustrie / PwC-Analyse zeigt leichten Rückgang der     M&A-Aktivitäten 2004

    Private Equity-Investoren spielen bei Firmenübernahmen und -zusammenschlüssen in der europäischen Lebensmittelindustrie eine zunehmend wichtige Rolle. Während die Gesamtzahl der Transaktionen im Jahr 2004 sank, waren Finanzinvestoren häufiger und mit höheren Einsätzen als im Vorjahr beteiligt. In Deutschland ist im Jahr 2005 nach einem Rückgang der M&A-Transaktionen in den Vorjahren eine deutliche Marktbelebung erkennbar.

    Keine große Transaktion ohne Private Equity

    Die PwC-Analyse "Corporate Finance Insights - Food Sector 2005" zeigt für 2004 insgesamt einen Rückgang der M&A-Transaktionen im europäischen Lebensmittelsektor auf 315 Transaktionen (2003: 360). Das Gesamtvolumen der Transaktionen, für die ein Kaufpreis veröffentlicht wurde, sank im gleichen Zeitraum von rund acht Milliarden Euro auf 7,3 Milliarden Euro. Demgegenüber stieg die Bedeutung von Private Equity-Investoren: Diese waren in 57 Übernahmen und Fusionen involviert (2003: 54). Das publizierte Volumen von Transaktionen mit mindestens einem Finanzinvestor kletterte sprunghaft von 1,1 Milliarden im Jahr 2003 auf 2,6 Milliarden Euro im Jahr darauf. Zudem waren Private Equity-Investoren an den drei größten europäischen Transaktionen 2004 beteiligt.

    Großbritannien verzeichnet europaweit die meisten Transaktionen

    Im europäischen M&A-Vergleich bleibt der britische Lebensmittelsektor führend. Zwar sank die Zahl der abgeschlossenen Transaktionen im Vereinigten Königreich von 69 im Jahr 2003 auf 56 im Jahr 2004. Das veröffentlichte durchschnittliche Transaktionsvolumen stieg im selben Zeitraum jedoch deutlich von 24 Millionen auf 98 Millionen Euro. Maßgeblichen Anteil an der Vervierfachung des durchschnittlichen Wertvolumens hatten Großübernahmen: Allein der Kauf von Weetabix durch die britische Investorengruppe HMTF schlug mit 915 Millionen Euro zu Buche - dies entspricht knapp einem Sechstel des gesamten 2004 veröffentlichten M&A-Volumens in Großbritannien und Nordirland.

    Deutscher M&A-Markt vor dem Aufschwung?

    In Deutschland gab es 2004 mit 20 Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr erneut weniger M&A-Transaktionen. Das durchschnittliche Volumen lag bei rund 41 Millionen Euro. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass häufig die Übernahmesumme nicht veröffentlicht wird - dies gilt auch für größere Transaktionen wie den Erwerb des Milchprodukteherstellers Onken durch die Oetker-Gruppe. Private Equity-Investoren waren an neun Transaktionen beteiligt (in fünf Fällen als Käufer und in vier Fällen als Verkäufer). Die größte Übernahme mit einem deutschen Zielobjekt, für die ein Preis genannt wurde, war 2004 der Kauf der Homann Feinkost GmbH durch den britischen Finanzinvestor Henderson für 140 Millionen Euro.

    Für das Jahr 2005 deutet sich eine Trendwende bei den M&A-Aktivitäten in Deutschland an: Im ersten Halbjahr 2005 gab es rund 50 Prozent mehr Transaktionen im Lebensmittelsektor als im gleichen Vorjahreszeitraum. "Es kommt Bewegung in die stark fragmentierte Nahrungsmittelindustrie. Nachfolgeprobleme und die anhaltende Konsumflaute erhöhen den Konsolidierungsdruck", erläutert Christian Wulff, PwC-Experte des Retail & Consumer Competence Centers.

    Wachstumspotenzial vor allem in Asien

    Auch wenn die europäische Lebensmittelindustrie nach wie vor stark fragmentiert ist und zahlreiche Übernahmemöglichkeiten bietet, dürfte die Region Asien-Pazifik in den Wachstumsstrategien der meisten multinationalen Nahrungsmittelkonzerne eine zentrale Rolle spielen. Zwar stagniert das M&A-Volumen seit 2002. Dies ist nach Ansicht von Werner Suhl, M&A-Experte von PwC, jedoch in erster Linie auf das Vertrauensdefizit potenzieller Investoren in Folge von SARS und Vogelgrippe zurückzuführen. "Angesichts eines Anteils von 45 Prozent an der Weltbevölkerung, der weltweit höchsten Wachstumsrate beim Lebensmittelkonsum sowie des steigenden Wohlstands kommt kein Lebensmittelkonzern, der eine bedeutende internationale Position anstrebt, an der Region vorbei", so Suhl.

    Die Analyse "Corporate Finance Insights - Food Sector 2005" finden Sie online unter: www.pwc.com/foodinsights

         Hinweis für die Redaktion:

    Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist in Deutschland mit 8.200 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten für nationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietet Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie in den Bereichen Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung (Advisory).

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Werner Suhl Leiter M&A PricewaterhouseCoopers Tel.: 069 / 95 85 - 56 50 E-Mail: werner.suhl@de.pwc.com

Dr. Christian Wulff Retail & Consumer Competence Center PricewaterhouseCoopers Tel.: 069 / 95 85 - 56 13 E-Mail: christian.wulff@de.pwc.com

Daniela Mongiat PricewaterhouseCoopers Corporate Communications / Presse Tel.: (069) 95 85 - 10 45 E-Mail: daniela.mongiat@de.pwc.com

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