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30.06.2005 – 16:32

WDR Westdeutscher Rundfunk

Achtung Korrektur der Pressemitteilung ARD-DeutschlandTrend: Linksbündnis erreicht zehn Prozent - Schröder bei Direktwahlfrage wieder vor Merkel

    Köln (ots)

Korrektur: Im 2. Absatz muss es richtig heissen: Bei der Direktwahlfrage liegt der amtierende Bundeskanzler (statt Bundespräsident).

Sperrfristen • für elektronische Medien heute, 23 UhrARD-DeutschlandTrend: Bundespräsident Horst Köhler soll Bundestag auflösen • für Printmedien: Freitagsausgaben Verwendung nur mit Quellenangabe „ARD-DeutschlandTrend“

    Köln, 30. Juni 2005 - Der Aufstieg des neuen Linksbündnisses geht weiter: In der aktuellen Sonntagsfrage des ARD-DeutschlandTrends für die Tagesthemen erreichen PDS/WASG erstmals zehn Prozent der Stimmen (Vorwoche: neun Prozent). Die Union verliert die vierte Woche in Folge einen Punkt und kommt auf 44 Prozent. Die SPD bleibt unverändert bei 27 Prozent. Die Grünen erreichen acht (-1), und die FDP sieben Prozent (unverändert). Das ist das Ergebnis der jüngsten Umfrage durchgeführt von Infratest dimap am Dienstag und Mittwoch dieser Woche. Mit einem solchen Ergebnis würde eine Koalition aus Union und FDP zwar nach wie vor über eine Mehrheit der Bundestagsmandate verfügen, doch ist diese Mehrheit innerhalb von vier Wochen von 55 auf 51 Prozent gesunken. Auffällig ist die Überschneidung des Wählerpotentials bei extremen Parteien. Neun Prozent der Befragten gaben an, unter Umständen eine rechtsextreme Partei wählen zu wollen. Die Hälfte dieser Gruppe könnte sich aber auch vorstellen, einem sogenannten „Links-Bündnis“ die Stimme zu geben. Das Potential für dieses „Links-Bündnis“ ist insgesamt weitaus größer als das für rechtsextreme Parteien. 26 Prozent wollen im Herbst „sicher“ oder „vielleicht“ PDS/WASG wählen.

    Bei der Direktwahlfrage liegt der amtierende Bundeskanzler wieder vor seiner CDU-Herausforderin: Könnten die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen, würden sich 40 Prozent für Gerhard Schröder entscheiden (+2 i. Vg. zum DeutschlandTrend vom 2. Juni 2005). Für Angela Merkel würden 36 Prozent stimmen, das sind zehn Punkte weniger als noch vor vier Wochen.

    Obwohl die Wechseleuphorie im Vergleich zum letzten ARD- DeutschlandTrend etwas zurückgegangen ist, herrscht in Deutschland weiterhin der klare Wunsch nach einem Regierungswechsel: 61 Prozent (-11 i. Vgl. zum 2. Juni 2005) wünschen sich bei der vorgezogenen Bundestagswahl eine neue Koalition. 27 Prozent (+5) hingegen sind dafür, dass Rot-Grün weiterregiert.

Befragungsdaten • Fallzahl: 1.000 Befragte (734 West, 266 Ost) • Erhebungszeitraum: 28. bis 29. Juni 2005 • Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe • Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

    Pressekontakt: WDR Pressestelle, Annette Metzinger, Tel. 0221-220 2770.

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