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29.04.2003 – 14:04

WDR Westdeutscher Rundfunk

WDR Fernsehen, Donnerstag, 19. Juni 2003, 21.45 - 23.00 Uhr
Im Westen ging die Sonne auf
Kleine Geschichten von Kohle und Fußball

    Köln (ots)


    
    ein Film von Wolfgang Ettlich
    
    Das Ruhrgebiet, "der Pott", war immer anders: schmutziger, rauher,
kontroverser, aber rundherum vitaler als der Rest der
Nachkriegs-Bundesrepublik. Bis in die 90er Jahre hinein prägten neben
den Arbeitersiedlungen, den verräucherten Eckkneipen, den
Kleingärtneranlagen und Taubenzüchtervereinen vor allem die riesigen
Schlote der Fabrikanlagen und die Fördertürme der Zechen das Bild
dieser Region.
    
    Hier wurde zugepackt, hier wurde bis zur Erschöpfung malocht,
lauthals protestiert, gestreikt, gefeiert und Fußball, Fußball und
noch mal Fußball gespielt.
    
    Für die Menschen im Pott war der Fußball der Lichtblick zwischen
den rauchenden Schloten und symbolische Kraft für Leben und Freude.
    
    Der Bergbau, der seit der Nachkriegszeit immer "Sponsor" und
"Finanzier" für die Fußballvereine war, existiert heute nicht mehr in
der Form. Viele der einst ruhmreichen Vereine, die den Fußball bis in
die 70er Jahre mitbestimmt haben, rutschten ohne Geldgeber in die
Bedeutungslosigkeit ab.
    
    Die Dokumentation "Im Westen ging die Sonne auf" zeigt die
Geschichte des Revierfußballs nach dem zweiten Weltkrieg bis zum
Niedergang des Bergbaus und erinnert dabei an legendäre Spieler und
vergessene Vereine. Der Film zeigt besonders, wie tief damals der
Sport in der gesamten Lebenskultur des Ruhrpotts im Privaten ebenso
wie in der Gesellschaft verankert war und wie der Strukturwandel auch
im sportlichen Leben deutlich sichtbare Spuren bei den Vereinen
Rot-Weiß-Essen, SF Katernberg, Spvvg Erkenschwick, SV Sodingen und
Westfalia Herne hinterließ.
    
    Mit am Ball: zahlreiche Fußballgrößen wie Willi "Ente" Lippens,
Hans Tilkowski , Paul Nigelsky, Horst Szymaniak, Julius "Jule"
Ludorf, Peter Wernick u.v.a.
    
    Erstausstrahlung
    
    Redaktion Wolfgang Landgraeber
    
ots Originaltext: WDR
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Fotos unter www.ettlich-film.de
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