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Filmfest Dresden: „Blob und der Wolf“ gewinnt den vom MDR gestifteten Publikumspreis

Filmfest Dresden: „Blob und der Wolf“ gewinnt den vom MDR gestifteten Publikumspreis
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Leipzig (ots)

Der Kurzfilm „Blob und der Wolf“ von Georg Kästle und Valentin Bolte (Deutschland, 2025) hat beim 38. Filmfest Dresden den vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) mit 4.000 Euro dotierten Publikumspreis im Nationalen Wettbewerb gewonnen. Der „Goldene Reiter“ in dieser Kategorie wurde gestern, am 18. April 2026, von Thüringens MDR-Landesfunkhausdirektorin Dr. Astrid Plenk und Sachsens MDR-Landesfunkhausdirektor Andreas Fritsch an Georg Kästle, Valentin Bolte und ihr Team überreicht.

Der Kurzfilm von Georg Kästle und Valentin Bolte (Produktion: König Ahrens Filmproduktion) handelt von Blob, die während ihrer Schicht als Gefängniswärterin einschläft. Sie löst so Chaos aus – und ermöglicht es dem bösen Wolf, aus dem Gefängnis der Schuld zu fliehen. Nun selbst von Schuldgefühlen geplagt, begibt sich Blob auf eine surreale Mission, um den Flüchtigen aufzuspüren und zurückzubringen.

Georg Kästle und Valentin Bolte arbeiten seit ihrem Studium an der Bauhaus-Universität Weimar als Regieduo zusammen. Ihre Filme handeln meist von Vögeln – oder auch mal von einem Blobfisch. Valentin Bolte ist Filmemacher aus Niedersachsen und lebt seit einiger Zeit in Leipzig. Georg Kästle lebt in Weimar, ist Drehbuchautor und Ornithologe.

Der Kurzfilm „Blob und der Wolf“ ist bereits beim mitteldeutschen Kurzfilmfestival Kurzsuechtig 2026 mit dem Jury-Preis Fiktion, dem Publikumspreis und dem Mitteldeutschen Kamerapreis (Kamera: Valentin Bolte) ausgezeichnet worden.

MDR-Engagement beim Filmfest Dresden

Der MDR setzte auch in diesem Jahr seine erfolgreiche Kooperation mit dem Internationalen Kurzfilmfestival Filmfest Dresden fort und stiftete den Publikumspreis im Nationalen Wettbewerb. In seinen Programmen berichtete der MDR vielfältig über das Festival. Darüber hinaus lief die MDR-Kurzfilmnacht „Kurz & gut“ mit verschiedenen Kurzfilm-TV-Premieren im MDR-Fernsehen. Die Sendung kann natürlich auch in der ARD Mediathek gestreamt werden.

Die vom MDR produzierte Ausgabe des arte-Kurzfilm-Magazins „Kurzschluss“ zum Filmfest Dresden ist auf arte.tv verfügbar.

Vor Ort unterstützte der MDR das Kurzfilm-Open-Air-Kino auf dem Dresdner Schloßplatz. Mit zahlreichen Vorstellungen, Events und Sonderprogrammen zog das Filmfest Dresden Kurzfilm-Liebhaber und Fachpublikum aus dem In- und Ausland an – 380 Filme liefen insgesamt im Festivalprogramm. Dabei war „Work in Progress – Wir arbeiten dran“ der zentrale Festivalschwerpunkt in diesem Jahr. Im Wettbewerb um die zehn „Goldenen Reiter“ und sieben Sonderpreise standen 65 Kurzfilme aus 36 Ländern. Insgesamt wurden 3.800 Filme eingereicht.

„Der Kurzfilm ist ein Labor der Ideen, er trifft den Zeitgeist und gibt Raum für neue Perspektiven. Das Filmfest Dresden hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie groß die Vielfalt an künstlerischen Impulsen und die Inspirationsfähigkeit der kurzen Form sein können“, so Dr. Astrid Plenk, die zum Beispiel das MDR-Kurzfilmmagazin „unicato" und die Redaktion für das europäische Kurzfilm-Magazin „Kurzschluss“ bei arte in der ARD verantwortet. „Als Stifter des Publikumspreises sowie mit unseren vielfältigen Kurzfilmangeboten trägt der MDR dazu bei, das Potential und die Reichweite des Kurzfilms zu entfalten, kulturelle Vielfalt und thematische Relevanz sichtbar zu machen sowie Talente zu finden und zu unterstützen.“

Andreas Fritsch sagte, „der MDR-Publikumspreis ist für uns etwas ganz Besonderes, weil er zeigt, welche Geschichten die Menschen wirklich berühren. Die Filmemacherinnen und Filmemacher, die heute auf dieser Bühne stehen, haben mit ihren kurzen, präzisen Werken große Wirkung entfaltet. Ich freue mich sehr, ihnen gemeinsam mit unserem Publikum Anerkennung zu schenken – und all jene zu feiern, die mit Mut, Kreativität und Leidenschaft das filmische Erzählen immer wieder neugestalten.“

Branchen-Event: „Big Names, Small Talks“

Beim Filmfest Dresden gab es auch ein Branchen-Event: Für zwei Stunden haben am vergangenen Sonnabend im Alten Wettbüro in Dresden unter dem Motto „Big Names, Small Talks“ wichtige Vertreterinnen und Vertreter der Kurzfilmbranche Fragen beantwortet und Anliegen besprochen. Im Speed-Dating-Verfahren konnten die Teilnehmenden Big Names aus Medienhäusern, Festivalorganisation, Produktion und Filmförderung kennenlernen und Kontakte knüpfen. Die größte Herausforderung: Es musste sich kurzgehalten werden. Nur jeweils zehn Minuten standen für die persönlichen Gespräche zur Verfügung. Für den MDR stellte sich Katrin Küchler, verantwortliche Redakteurin für das MDR-Kurzfilmmagazin „unicato“, den Fragen der Teilnehmenden.

Kurzfilm-Engagement des MDR

Seit vielen Jahren engagiert sich der MDR für den Kurzfilm: Zum einen mit dem gezielten Ankauf von Kurzfilmen mit Bezug zu Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie zu Osteuropa, zum anderen präsentiert der MDR den Kurzfilm einem breiten Publikum auf verschiedenen Sendeplätzen im TV und online:

  • Wöchentlicher Kurzfilmsendeplatz in der Nacht von Freitag auf Samstag.
  • Drei Kurzfilmnächte pro Jahr mit TV-Premieren.
  • „unicato – Das Kurzfilmmagazin“, moderiert von Markus Kavka, präsentiert monatlich Themensendungen, zeigt dabei aktuelle Kurzfilme aus Deutschland und dem deutschsprachigen Raum und beleuchtet deren Entstehung im Dialog mit den Filmschaffenden. Das ist einzigartig in der ARD.
  • Mit ARDkurzfilm.de etabliert der MDR eine Plattform, die Filmkenner begeistert, Sprungbrett für junge Talente ist und ein Schaufenster für außergewöhnliche Geschichten bietet.
  • Für das europäische Kurzfilm-Magazin „Kurzschluss“ bei arte produziert der MDR acht Magazin-Ausgaben für das Jahr 2026. Damit unterstreicht der MDR seine zentrale Rolle als der Kurzfilmsender im ARD-Verbund.

Pressekontakt:

MDR, Kommunikations- und Mediendesk, Tel.: (0341) 3 00 64 55, E-Mail:
kommunikation-desk@mdr.de

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