Alle Storys
Folgen
Keine Story von CDU/CSU - Bundestagsfraktion mehr verpassen.

CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Börnsen: Berlins Aufgaben in der Kultur neu definieren

Berlin (ots)

Anlässlich der Übernahme des Berliner
Kulturressorts durch den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit 
erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der 
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB:
Erfreulicherweise will der Regierende Bürgermeister keine 
Einsparungen im Kulturbereich vornehmen. Dieses Versprechen und die 
Zuordnung des Kulturressorts zur Staatskanzlei sind Anlass für 
berechtigte Erwartungen, dass Berlin seine vor der Wahl gemachten 
Zusagen zur Finanzierung bestimmter Vorhaben einhält. Das gilt 
herausragend für die Finanzierung der Sanierung der Staatsoper. Die 
wiederholt vorgetragenen Forderungen von Berliner Seite, der Bund 
möge im Kulturbereich noch mehr übernehmen, als es ohnehin
geschieht, sind zwar verständlich, gehen aber an der Realität vorbei.
Bereits jetzt partizipiert Berlin überproportional an der 
Bundesförderung. Fast die Hälfte des 1 Milliarde-Etats des 
Kulturstaatsministers, knapp 440 Millionen, fließt nach Berlin. Zu 
den geförderten Institutionen zählen die Stiftung Preußischer 
Kulturbesitz mit über 200 Millionen Euro, das Deutsche Historische 
Museum mit über 17 Millionen Euro, oder das Jüdische Museum mit über 
12 Millionen Euro. Nicht zu vergessen die Finanzierungen auf dem 
Gebiet des Gedenkens und Erinnerns, wie die Stiftung 
Holocaust-Denkmal, die Topographie des Terrors oder die Gedenkstätte 
Hohenschönhausen. Insgesamt wird der Bund mit 1,2 Milliarden Euro an 
der Sanierung der Museumsinsel beteiligt sein. Zusätzlich wurden bei 
den diesjährigen Haushalteberatungen 73 Millionen Euro für den 
Eingangsbereich der Museumsinsel bereitgestellt, 3 Millionen für die 
Mauer-Gedenkstätte und 50 Millionen für die Sanierung der Staatsoper 
Unter den Linden.
Insbesondere bei der Staatsoper ist Berlin mit 50 Millionen Euro 
im Wort, was sie im Moment noch verweigert. Und hier wird sich 
zeigen, ob die Stadt in der Lage ist zu erkennen, welche Aufgaben und
Zusagen sie selbst zu erfüllen hat. Andere Länder stehen eindeutig zu
ihren finanziellen Verpflichtungen im kulturellen Bereich.
Der Bund hat Berlin in den letzten Jahren bereits immens 
entlastet, indem er folgende Einrichtungen übernommen hat: Ab 2001 
das Jüdische Museum, die Berliner Festspiele das Haus der Kulturen 
der Welt, den Martin-Gropius-Bau und ab 2004 die Akademie der Künste,
die Stiftung Deutsche Kinemathek und den Hamburger Bahnhof.
In keinem anderen Bundesland ist der Bund auf kulturellem Gebiet 
finanziell so stark engagiert wie in Berlin. Angesichts der nicht 
nachlassenden Forderungen Berlins wird es notwendig werden, die 
Zuständigkeiten von Bund und Land genau zu prüfen. Müssen alle 
übernommenen Institutionen in Bundesförderung bleiben? Welche 
Förderung ist zwangsläufig Bundessache, weil sie die Repräsentation 
des Gesamtstaates in der Bundeshauptstadt  widerspiegelt? Welche 
Förderung ist Ländersache? Entflechtung ist gefragt, eine neue 
Systematik bei der hauptstädtischen Kulturförderung und eine neue 
Zuordnung der Verantwortlichkeiten. Letztlich kommt das der Kultur 
selbst zugute, die bei Hängepartien wie der Sanierung der Staatsoper 
als erstes nachhaltig Schaden nimmt. Und ohne Kultur ist nun mal kein
Staat zu machen.

Pressekontakt:

CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: fraktion@cducsu.de

Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Weitere Storys: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
  • 08.12.2006 – 15:07

    Gehb/Krings: Keine kommerzielle Nutzung menschlichen Lebens

    Berlin (ots) - Anlässlich der Entscheidung des Bundespatentgerichts zur Teilnichtigkeit eines Stammzellenpatents erklären der rechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Jürgen Gehb MdB, und der Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für "Geistiges Eigentum" im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages, Dr. Günter Krings MdB: Die Entscheidung des Bundespatentgerichts ist zu ...

  • 08.12.2006 – 11:59

    Fromme: Entschädigungspflicht der Türkei ist ein Beitrag zum Rechtsfrieden in Europa

    Berlin (ots) - Zum Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg über eine Entschädigungspflicht der Türkei für eine im Jahr 1974 vertriebene Zypriotin erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB: Das Urteil des Europäischen ...

  • 08.12.2006 – 11:58

    Dött/Liebing: Ein Rückschlag für den Tiefseeschutz

    Berlin (ots) - Zur Verkündung des offiziellen Ergebnisses der Debatte der Vereinten Nationen über ein vorläufiges Verbot der Grundschleppnetzfischerei erklären die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött MdB, und der zuständige Berichterstatter für Meeresumweltschutz im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Ingbert Liebing MdB: Gerade erst haben ...