Alle Storys
Folgen
Keine Story von CDU/CSU - Bundestagsfraktion mehr verpassen.

CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Fromme: Das "sichtbare Zeichen" wird ein Projekt zur Verständigung und Versöhnung werden

Berlin (ots)

Zu den jüngsten Äußerungen der Koordinatorin der
Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen, Prof. Dr. 
Gesine Schwan, zu dem "sichtbaren Zeichen" für die Opfer der 
Vertreibung und die Frage der kriegsbedingt verlagerten Kulturgüter, 
erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und 
Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB:
Wieder einmal tritt die Koordinatorin der Bundesregierung für die 
deutsch-polnischen Beziehungen, Prof. Dr. Gesine Schwan, mit 
absonderlichen Vorschlägen in Bezug auf das "sichtbare Zeichen" für 
die Opfer der Vertreibung in die Öffentlichkeit. Diese erscheinen 
geeignet, bestehende Vorurteile und Befürchtungen in Polen gegenüber 
dieser Einrichtung zu stärken und sind deshalb zurückzuweisen.
Seit Jahren fordern und unterstützen CDU und CSU die Schaffung 
eines "Zentrums gegen Vertreibungen" in Berlin. Immer war damit das 
Ziel verknüpft, auf der Basis einer umfassenden und sorgsamen 
Aufarbeitung der Geschichte einen Beitrag zur Verständigung und 
Aussöhnung auch mit unseren polnischen Nachbarn zu leisten. Das in 
der Koalition von CDU/CSU und SPD vereinbarte "sichtbare Zeichen" für
die Opfer der Vertreibung folgt in seiner Konzeption diesem Geist.
Daher ist es auch sehr zu befürworten, dass Staatsminister Bernd 
Neumann in wenigen Tagen die Konzeption in Polen erläutern wird, auch
um bestehende Vorurteile abzubauen. Da bedarf es keiner voreiligen 
Hinweise von Frau Schwan, den Polen sei eine Mitarbeit an der 
Einrichtung nicht zuzumuten. Es bleibt dabei, was auch in der 
jahrelangen Debatte um das "Zentrum gegen Vertreibungen" gegolten 
hat: Wenn die polnische Seite es wünscht, ist sie zur Mitarbeit an 
der Einrichtung herzlich eingeladen.
Deutlich zu widersprechen ist auch der Aussage von Frau Schwan, 
die Einrichtung würde zu einem Spaltpilz werden, sollte die 
Vertreibung der Deutschen nicht ausschließlich als Folge des Zweiten 
Weltkrieges dargestellt werden.
Einer solchen, längst widerlegten Aussage ist vielmehr der Vorwurf
entgegenzuhalten, Geschichte umdeuten zu wollen.
Dass der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistischen 
Verbrechen in Mittel- und Osteuropa eine wesentlich Ursache für die 
Vertreibung der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges war, ist 
unstreitig. Ebenso wenig kann bestritten werden, dass dies nicht die 
einzige Ursache war. Der Vertreibung liegen Entscheidungen 
verschiedener Akteure auf nationaler Ebene und auf internationalen 
Konferenzen zugrunde, so dass der Satz gilt: Der Fortgang der 
Geschichte am Ende des Zweiten Weltkrieges wäre auch ohne die 
Vertreibung denkbar gewesen.

Pressekontakt:

CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: fraktion@cducsu.de

Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Weitere Storys: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
  • 30.01.2008 – 15:39

    Fischbach: Neue Väter braucht das Land

    Berlin (ots) - Anlässlich der Aussage der zwei Familienforscher Professor Andreas Lange und Professor Hans Bertram über das Rollenbild von Männern in der aktuellen "Brigitte" erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach MdB: Nach Aussage der Familienforscher Professor Andreas Lange vom deutschen Jugendinstitut und Professor Hans Bertram aus Berlin ...

  • 30.01.2008 – 13:52

    Widmann-Mauz: Begleitstudie zur HPV-Impfung dringend erforderlich

    Berlin (ots) - Wenige Monate nachdem die Impfung gegen bestimmte humane Papillomviren zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs Kassenleistung wurde, sind der europäischen Zulassungsbehörde EMEA zwei Todesfälle nach Impfung mit dem Krebs-Impfstoff Gardasil gemeldet worden. Die gesundheitspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB ...