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19.12.2007 – 13:16

CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Fromme: Spätaussiedler besser in den Arbeitsmarkt integriert als andere Zuwanderer

Berlin (ots)

Anlässlich der Behandlung des 7. Berichts der
Beauftragten der Bundesregierung zur Lage der Ausländerinnen und 
Ausländer in Deutschland im Bundeskabinett erklärt der Vorsitzende 
der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der 
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB:
Die erstmalig durch Mikrozensus vom Statistischen Bundesamt 
erhobenen Daten über die Lebenssituation der Spätaussiedler in 
Deutschland hat deutlich gemacht: Die deutschen Spätaussiedler sind 
besser in Schule, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert als andere
Zuwanderergruppen.
Die Erhebung hat erneut belegt, dass deutlich zwischen der Gruppe 
der deutschen Spätaussiedler und anderen Zuwanderergruppen 
unterschieden werden muss.
So wurde in denen vom Statistischen Bundesamt erhobenen Daten des 
Mikrozensus festgestellt, dass mit 5,9 % Schulabbrechern die Gruppe 
der deutschen Spätaussiedler deutlich besser dasteht als die Gruppe 
der zugewanderten oder in Deutschland geborenen Ausländerinnen und 
Ausländer, bei denen 18,7 % ohne Abschluss die Schule verlassen 
haben. Allerdings verlassen von den einheimischen Deutschen im 
Vergleich nur 1,8 % die Schule ohne Abschluss.
Bei der beruflichen Qualifikation stehen die deutschen 
Spätaussiedler ebenfalls besser dar als zugewanderte und in 
Deutschland geborene Ausländerinnen und Ausländer. Bei den 
Spätaussiedlern bleiben laut Mikrozensus 25,6 % ohne beruflichen 
Abschluss, während die Gruppe der Ausländerinnen und Ausländer hier 
im Umfang von 46,7 % betroffen ist. Die einheimische Bevölkerung im 
Vergleich bleibt zu 12,3 % ohne beruflichen Abschluss.
Bei der Erwerbsquote liegt die Gruppe der deutschen Spätaussiedler
mit 73,7 % deutlich über der Gruppe der zugewanderten oder in 
Deutschland geborenen Ausländerinnen und Ausländer mit 65,9 % und 
reicht dabei fast an die Erwerbsquote der einheimischen Bevölkerung 
heran, die bei 75 % liegt.
Die unter dem Strich deutlich besseren Zahlen bei den deutschen 
Spätaussiedlern dürfen allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass
es im Bereich von Ausbildung und Arbeitsmarkt auch hier große 
Integrationsschwierigkeiten gibt. Vor allem die nach Deutschland 
gekommenen Spätaussiedler mit akademischem Ausbildungshintergrund 
sind davon betroffen. Viele sind heute in Deutschland aufgrund 
mangelnder Anerkennung in Beschäftigungsverhältnissen unterhalb ihres
Ausbildungsniveaus beschäftigt.
Hier muss dringend etwas geschehen. So müssen die 
Anerkennungsverfahren für die Ausbildungs- und Studienleistungen 
transparenter und nachvollziehbarer werden.
Wichtiger ist noch, dass Programme geschaffen werden, mit denen 
den Menschen die Möglichkeit gegeben wird, fehlende Ausbildungs- und 
Qualifikationsbestandteile nachzuholen. Hier sind wir noch nicht gut 
genug.
Die Weiterqualifizierung würde es den Betroffenen ermöglichen, in 
ihrem eigentlichen Ausbildungsberuf tätig zu sein. Dies ist 
volkswirtschaftlich sinnvoller und auch moralisch deutlich den teuren
Umschulungen in ganz andere Berufe vorzuziehen.

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