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Intendant Schächter: Das ZDF hat seine publizistischen Ziele erreicht" /Positive Bilanz der Selbstverpflichtungserklärung
In Kernkompetenzen führender Programmanbieter

    Mainz (ots) - Das ZDF hat seine Ziele, die es in seinen "Programm-Perspektiven 2004-2006" niedergelegt hat, in weiten Teilen eingelöst. Zu dieser Bewertung kam ZDF-Intendant Markus Schächter in einer Bilanz der Selbstverpflichtungserklärung des Senders vor dem ZDF-Fernsehrat in Saarbrücken. Gemäß den Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrags gibt das ZDF alle zwei Jahre eine Selbstverpflichtungserklärung über die Schwerpunkte seiner Programmarbeit ab. Der Fernsehrat überprüft nach Ablauf der zwei Jahre, ob die für diesen Zeitraum eingegangenen Selbstverpflichtungen eingehalten worden sind. Die neue Selbstverpflichtungserklärung für den Zeitraum bis September 2008 werde er dem Fernsehrat im Oktober zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen, kündigte Schächter an.

Das übergeordnete Ziel, das ZDF als ein publizistisch maßgebliches Programmunternehmen im meist umkämpften Fernsehmarkt der Welt zu positionieren, sei erreicht worden, sagte Schächter in seiner Bilanz. Für die weitere Verschärfung des Wettbewerbs im Zuge der Digitalisierung der Fernsehwelt sei das ZDF gut gerüstet. Schächter: "Das ZDF hat starke, nachgefragte Programm-Marken, es leistet anerkannte Beiträge zur gesellschaftlichen Diskussion und bestimmt die Standards zeitgemäßen Fernsehens in vielen Genres mit." Gleichwohl stünden auch noch Aufgaben an, die bislang nicht bewältigt worden seien. So sollen in Programmschwerpunkten wichtige gesellschaftliche Themen noch deutlicher akzentuiert werden. Bei der Entwicklung und Etablierung neuer Programmformate sei die Bindung von Zuschauern jüngeren und mittleren Alters Daueraufgabe für den Sender.

Dreiviertel der Zuschauer bescheinigen dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Repräsentativ-Umfragen Bedeutung für die politische Meinungsbildung, 69 Prozent bestätigen die Unverzichtbarkeit für die Kultur in der Bundesrepublik Deutschland. In der Einschätzung der Zuschauer über die Programmkompetenz der Sender zählt das ZDF zu den führenden Anbietern. In elf von 26 Programmgenres gilt das ZDF als der Sender mit den besten Angeboten. Darunter seien Kernformate öffentlich-rechtlichen Informationsfernsehens wie Dokumentationen, Wissenschafts-, Wirtschafts-, Geschichts-, Kultursendungen sowie die Genres Fernsehfilm, Unterhaltungsshows, Talkshows, Familienserien und Volksmusik-/Schlagersendungen, teilte der ZDF-Intendant mit.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen für Programme aller Gattungen unterstreichen nach Ansicht Schächters die Qualitätsorientierung des ZDF-Programms. 2005 erreichten ZDF-Sendungen bei 161 Festivals und Wettbewerben insgesamt 184 Preise. Auch in den zurückliegenden beiden Jahren war Information mit einem gut 50-prozentigen Anteil das Rückgrat der Programm-Mischung im ZDF. Das Nachrichtengerüst wurde am Wochenende durch zusätzliche Vor- und Nachmittagssendungen erweitert, Thementage schafften auffällige Plätze für Stoffe, die aus dem täglichen Nachrichtenfluss hervorzuheben sind. Auch in den Mediendiensten Online und Teletext stehen rund um die Uhr aktualisierte Nachrichten im Mittelpunkt, vertiefende Online-Specials zu wichtigen gesellschaftlichen und politischen Themen bauen die Erklärkompetenz dieses Mediums aus. Erweitert wurde auch das Angebot an live untertitelten aktuellen Sendungen für Hörgeschädigte.

Im Verbund seiner Programme biete das ZDF die höchste Anzahl an Kulturformaten im deutschen Fernsehen an, erläuterte Schächter. Wichtige kulturelle Großereignisse hätten dank der ZDF-Übertragungen den Weg zu einem großen Publikum gefunden. Seine Partnerschaften mit Kulturinstitutionen und -initiativen habe das ZDF kontinuierlich weiterentwickelt. Nach dem Abschluss des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche rückt die Unterstützung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bei der Vollendung der Berliner Museumsinsel in den Mittelpunkt der denkmalpflegerischen Initiativen des ZDF. Die enge Medienpartnerschaft mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin verschaffe dem wichtigsten deutschen Filmfestival die notwendige Aufmerksamkeit. Mit einem jährlichen Auftragsvolumen von rund 450 Millionen Euro hat das ZDF einen wesentlichen Beitrag zur Stützung und Entwicklung der deutschen Produzenten-Landschaft geleistet. Gleiches gelte für die Beteiligung des ZDF an der regionalen und nationalen Filmförderung. Zugenommen hat das Angebot an Wissens-, Geschichts- und Serviceprogrammen im ZDF. Dazu wurden neue Formate entwickelt und mit Karsten Schwanke ein neues "Wissenschafts- Gesicht" des ZDF auf dem Bildschirm etabliert. Ausgebaut wurden im Wissenschaftsprogramm auch thematische Schwerpunkte, etwa zum Einstein-Jahr und zum Freud-Jahr.

Das fiktionale Angebot des ZDF war in den zurückliegenden beiden Jahren von herausgehobenen Ereignisprogrammen wie dem Zweiteiler "Dresden" oder "Die Kirschenkönigin" geprägt. Einen regelmäßigen Platz nehmen in den ambitionierten Fernsehfilmen des ZDF zeitgenössische gesellschaftliche Themen wie Arbeitslosigkeit, Organspende, West-Ost-Auseinandersetzung ein.

In der Show-Unterhaltung hat das ZDF neue Programmfarben erprobt. Dazu gehören die Sendungen der Reihe "Unsere Besten", Event-Shows wie der Bibel-Test und die große Benimm-Show, der Wissens- Wettbewerb "Die Cleversten" oder die Erlebnisdokumentation "Die harte Schule der 50er Jahre". Mit den Musik-Shows "Eine große Nachtmusik" mit Götz Alsmann oder "Klassik für alle" hat das ZDF sein Angebot populärer Klassik-Sendungen erweitert.

Das Kinder- und Jugendprogramm des ZDF hat neue Ansätze entwickelt, die die Wissens- und Kompetenzvermittlung der jungen Zuschauer fördern (z.B. "Fun Factory"). Dazu gehört auch die verstärkte Zusammenarbeit mit sozialen Organisationen und Verbänden zur Förderung der Lesekompetenz, der sozialen Kompetenz und der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Im fiktionalen Angebot für junge Zuschauer tritt das ZDF immer wieder als Koproduzent großer Kinoverfilmungen auf ("Die wilden Hühner", "Briefe von Felix", Pettersson und Findus").

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