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"Hagel, Fluten, Wirbelwinde": "planet e." im ZDF über das jüngste Wetterchaos in Deutschland

Dunkle Wolken sind am 28.05.2016 von Schnaittach (Bayern) aus zu sehen Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/Nicolas Armer"

Mainz (ots) - Wetterchaos in Deutschland mit fatalen Folgen: vernichtete Ernten, zerstörte Häuser, Todesopfer. Sind die Unwetter unvermeidbare Naturkatastrophen oder Vorboten des Klimawandels? "planet e." fragt am Sonntag, 10. Juli 2016, 16.25 Uhr, in der ZDF-Dokumentation "Hagel, Fluten, Wirbelwinde - Wetterchaos in Deutschland" nach: Wie konnte es zu den Unwettern der vergangenen Wochen kommen? Was sagen Meteorologen, Klimaforscher und Betroffene zu dieser ungewöhnlichen Wetterlage? Und was lässt sich daraus für die Zukunft lernen?

Die Tiefs "Elvira" und "Friederike" haben in den vergangenen Wochen eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Versicherungen melden eine Rekord-Schadenssumme von 1,2 Milliarden Euro. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherer rechnet damit, dass sich alleine die Hochwasserschäden bis zum Jahr 2100 mehr als verdreifachen könnten.

Dem Obstbauern Andreas Theis wurde im Juni ein Großteil seiner Ernte von Hagelschauern vernichtet. Die Erdbeeren waren gerade reif, als murmelgroße Eiskugeln vom Himmel fielen. Versichert ist Theis nicht. So wie ihm geht es vielen Bauern in Deutschland, die durch die Unwetter schwere Einbußen hinnehmen müssen. Und natürlich fragen sich die Landwirte, ob sie in Zukunft häufiger mit solchen Katastrophen rechnen müssen.

Der Meteorologe Michael Kunz aus Karlsruhe beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wann und wie Hagel entsteht. Er ist überzeugt, dass Hagelschauer lokale Ereignisse sind. Die immer größeren Hagelschäden sind seiner Meinung nach nicht zwangsläufig auf den Klimawandel zurückzuführen.

Klimaforscher Mojib Latif sieht die Unwetter der vergangenen Wochen in einem globalen Zusammenhang: Die Erderwärmung lässt mehr Wasser verdunsten, in den Augen von Experten "latente Energie". Damit kann bei entsprechender Wetterlage mehr Niederschlag fallen. Außerdem könnte die Erwärmung der Arktis den Jetstream beeinflussen und so auch Auswirkungen auf die Wetterlage in Deutschland haben. Der Klimawandel wäre demnach doch ein wichtiger Faktor, der das Wetter derzeit schon mitbestimmt. Auch wenn immer noch viele Fragen im Detail strittig sind - letztlich stimmen die Wissenschaftler überein, dass der Klimawandel in Zukunft das Wetter mehr und mehr prägen wird. Gewitter, Starkregen und Tornados könnten langfristig noch heftiger werden.

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