ZDF

"ZDFzeit: Die Suche nach Hitlers Volk - Deutschlandreise '45" / Zweiteilige Dokumentation über die Mentalität der Deutschen bei Kriegsende

Saul Padover (Markus Brandl, links), sein Kamerad Paul Sweet ( Wolfgang Cerny, Mitte) und sein Fahrer Joe Doerferlein (Leonard Hohm, rechts) beginnen Ende 1944 ihre Erkundungen in den Gebieten, die von der US Armee erobert werden Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Oliver Halmburger... mehr

Mainz (ots) - In den letzten Kriegsmonaten traten Experten der US-Armee im Gefolge von kämpfenden Truppen eine besondere Deutschlandreise an. Ihr Auftrag: die Mentalität von "Hitlers Volk" zu ergründen. Einer von ihnen war der US-Soziologe und Historiker Saul K. Padover. Die zweiteilige Dokumentation "Die Suche nach Hitlers Volk - Deutschlandreise '45", dienstags, 24. und 31. März 2015, jeweils 20.15 Uhr, zeigt, was der "Meinungsforscher" in besonderer Mission in Gesprächen mit deutschen Zivilisten und Soldaten in Erfahrung bringen konnte.

Die Filme von Peter Hartl und Christian Frey stützen sich auf das Padover-Buch: "Lügendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45". In der zweiteiligen Dokumentation werden Ausschnitte seiner Gespräche szenisch dargestellt. Die Rolle des Saul K. Padover spielt Markus Brandl. Dokumentarische Rückblenden in die NS-Zeit, zum Teil bebildert mit unveröffentlichten Privatfilmen, werden ergänzt durch Analysen renommierter Historiker wie Norbert Frei, Götz Aly, Ian Kershaw und Christopher Browning. Der Schriftsteller und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller, der damals selbst Befragungen im US-Auftrag durchführte, berichtet von seinen Erfahrungen.

Padover traf seinerzeit auf verbitterte, illusionslose Zivilisten, die sich vom "Führer" betrogen fühlten. Plötzlich wollte keiner mehr "Nazi" gewesen sein. Immer wieder bekam der US-Vernehmer Erklärungsversuche, Entschuldigungen und Ausflüchte zu hören. Und doch zeigte sich bei vielen Befragten, wie viel Gedankengut der NS-Ideologie sie verinnerlicht hatten.

"Was Padover über seine Gespräche notierte, zählt zu den unmittelbarsten und besonders beklemmenden Stimmungsberichten aus dem ruinierten Niemandsland zwischen Krieg und Frieden", sagt Stefan Brauburger, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, "Fragen, die er sich stellte, bewegen uns noch heute: Warum fand Hitler so viel Zuspruch? Wie bereitwillig folgten ihm die Deutschen in diesen beispiellosen Vernichtungskrieg?"

Die Redaktion Zeitgeschichte setzt bei diesem Projekt ihre Zusammenarbeit mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) fort. Auf Basis der Filme entstehen Unterrichtsmaterialien zum Thema NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg.

Hinweis für Redaktionen:

Die erste Folge des Zweiteilers steht ab Freitag, 20. März 2015, im ZDF-Presseportal für akkreditierte Journalisten zur Ansicht bereit.

https://presseportal.zdf.de/pm/zdfzeit-die-suche-nach-hitlers-volk-deutschlandreise-45/

http://twitter.com/ZDF

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 - 70 - 16100, und über https://pressefoto.zdf.de//presse/siebzigjahrekriegsende

Pressekontakt:

ZDF Presse und Information
Telefon: +49-6131-70-12121





Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: ZDF

Das könnte Sie auch interessieren: