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"Hähnchenreste auf Reisen - Das Geschäft mit unserem Abfall"/ "ZDFzoom"-Dokumentation über den wahren Preis des Billiggeflügels

Was in Deutschland kostenpflichtig entsorgt werden müsste, wird in Afrika verkauft. Tiefkühl-Geflügelreste aus Europa beherrschen den Markt. Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Oliver Biebl Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für... mehr

Mainz (ots) - In Deutschland werden jedes Jahr über 627 Millionen Masthähnchen geschlachtet. Doch kaum jemand brutzelt sich noch ein ganzes Brathähnchen - stattdessen kaufen die Bundesbürger lieber Brust oder Keule. Doch was passiert mit dem Rest des Huhns? In der "ZDFzoom"-Dokumentation "Hähnchenreste auf Reisen - Das Geschäft mit unserem Abfall", wirft Autorin Katarina Schickling am Mittwoch, 5. März 2014, 23.15 Uhr, einen Blick hinter die Kulissen der Geflügelindustrie und zeigt, wer den wahren Preis für das Billiggeflügel bezahlen muss.

Knuspriges Brathähnchen kann sich dank moderner Produktionsmethoden und Turbomast heutzutage jeder leisten. Doch nur jedes fünfte Huhn geht noch im Ganzen über die Theke. Bei rund 627 Millionen Masthähnchen im Jahr bedeutet das, dass die deutsche Geflügelindustrie gigantische Mengen Abfall produziert: Hälse, Karkassen, Innereien - Teile, für die es in Europa kaum Abnehmer gibt und die eigentlich kostenpflichtig entsorgt werden müssten. Aber auch für diese Reste gibt es einen Markt: Afrika. Dort wird viel von dem verkauft, was Kunden hierzulande nicht essen mögen. Ein lohnendes Geschäft, denn der Export ist besser, als die Entsorgung der Teile in der Tierkörperverwertung zu bezahlen.

Doch weil unsere Fleischreste in Afrika zu Dumpingpreisen verkauft werden, können lokale Geflügelzüchter nicht damit konkurrieren. Die Folge: In einigen afrikanischen Ländern ist die heimische Geflügelproduktion komplett zusammengebrochen.

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