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Max von Oppenheim und Lawrence von Arabien im ZDF
"Terra X" über einen Jahrhundertfund und die Rivalität zweier Archäologen

Mainz (ots) - Im Vorfeld der großen Ausstellung der Funde vom Tell Halaf im Pergamonmuseum Berlin beschäftigt sich "Terra X: In geheimer Mission - der Fund von Tell Halaf" am Sonntag, 9. Januar 2011, 19.30 Uhr, mit dem berühmten deutschen Forscher Max Freiherr von Oppenheim und seinem englischen Kontrahenten Thomas Edward Lawrence, der als Lawrence von Arabien in die Geschichte einging. Der Film von Saskia Weisheit und Kay Siering skizziert die Lebensläufe der beiden Archäologen, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Im Sommer 1912 treffen sie bei Ausgrabungen in der syrischen Wüste aufeinander, im Ersten Weltkrieg werden sie zu Agenten ihrer jeweiligen Regierung und somit ungewollt zu Feinden.

Max von Oppenheim, Sohn einer reichen Kölner Bankiersdynastie, macht auf dem syrischen Siedlungshügel "Tell Halaf" einen sensationellen Fund: Er gräbt einen Jahrtausende alten Palast eines Aramäerfürsten, wertvolle Skulpturen aus Basalt, Schmuckstücke aus Gold und imposante Steinbilder aus. Es ist der erste Fund aramäischer Hinterlassenschaften und damit von nachhaltiger, archäologischer Bedeutung. Doch an Oppenheims Funden ist in den baldigen Kriegswirren niemand interessiert. Thomas Edward Lawrence, Sohn einer mittellosen englischen Familie, ist als Archäologe in Syrien hingegen nur wenig erfolgreich. Als Top-Spion der Briten wird er jedoch zur Legende. Im Ersten Weltkrieg werden die beiden Männer aufgrund ihrer Kenntnisse des Vorderen Orients in die Dienste ihrer jeweiligen Regierung gestellt: Oppenheim soll das Osmanische Reich unterstützen, Lawrence die Araber gegen die mit Deutschland verbündeten Türken führen. Der Engländer wird so am Zerfall des Osmanischen Reichs wesentlichen Anteil haben, seinem Versprechen gegenüber den arabischen Verbündeten nach einem eigenen arabischen Staat jedoch nicht nachkommen können.

Max von Oppenheim ist heute fast vergessen, obwohl die Funde auf dem Tell Halaf so reichlich sind, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft gerade wieder eine der größten deutschen Ausgrabungen dort begonnen hat. Und nach jahrzehntelanger Arbeit ist es einem Team von Berliner Restauratoren gelungen, die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Fundstücke aus 27 000 Einzelteilen wieder zusammenzusetzen. Die Ausstellung "Die geretteten Götter aus dem Palast vom Tell Halaf" im Berliner Pergamonmuseum wird am Freitag, 28. Januar 2011, eröffnet.

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