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Orts des Friedensgebets: ZDF überträgt Evangelischen Gottesdienst aus der Leipziger Nikolaikirche 20 Jahre nach der Wende

    Mainz (ots) - Aus der Leipziger Nikolaikirche, bekannt als Ort der Friedensgebete und Proteste, überträgt das ZDF am Sonntag, 20. September 2009, 9.30 Uhr, einen Dank- und Erinnerungsgottesdienst. Der evangelische Gottesdienst mit Superintendent Martin Henker steht unter dem Motto "Beten sprengt Fesseln".

    Die Leipziger Nikolaikirche ist einer der wichtigsten Orte, an denen sich in den letzten DDR-Jahren der Protest gegen die Zustände im östlichen Teil Deutschlands artikulierte. Im Herbst 1989 strömten nach den Friedensgebeten schließlich Tausende auf die Straßen, um ihrem Ruf nach Demokratie, Meinungs- und Reisefreiheit Ausdruck zu geben. Der damalige Pfarrer der Nikolaikirche Christian Führer meinte: "Der Ruf der Demonstranten ´Keine Gewalt´ ist die kürzeste Zusammenfassung der Bergpredigt Jesu." Und ein führendes Mitglied des DDR-Staatsapparates berichtete später: "Wir waren auf alles gefasst, nur nicht auf Kerzen und Gebete."

    Am Gottesdienst beteiligen sich auch der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung und  Zeitzeugen wie Pfarrer Christian Führer. Superintendent Martin Henker nimmt in seiner Predigt den Gebetsleuchter der Kirche in den Blick: Das schmiedeeiserne Kunstwerk trägt den Namen "gesprengte Fesseln".

    Der Ruf nach Gewaltlosigkeit findet in der Musik des Gottesdienstes einen Widerhall. Die Bitte "Verleih uns Frieden" wird von der Kantorei in drei verschiedenen Vertonungen zu Gehör gebracht. Nach der Sendung gibt es bis 14.00 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot der Evangelischen Kirche unter der Telefonnummer 01803 67 83 76 (9 Cent pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom. Abweichende Preise für Anrufe aus dem Mobilfunknetz möglich.)

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