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"Mein Schatz, der Heiratsschwindler"
ZDF-Dokumentation über Betrogene und Betrüger

    Mainz (ots) - Macht Liebe blind? Warum fallen Frauen überhaupt auf den Schwindel mit den Gefühlen herein? Und was sind das für Männer, die es schaffen, arglose Frauen für sich zu gewinnen, während sie in Wirklichkeit nur auf ihr Geld aus sind? Darum geht es in der Dokumentation "Mein Schatz, der Heirats¬schwindler" von Iris Bettray und Stefanie Schwalfenberg, die das ZDF am Dienstag, 8. April 2008, 22.15 Uhr in seiner Reihe "37°" ausstrahlt. Zu Wort kommen Betrogene und Betrüger, darunter Deutschlands "prominentester" Heiratsschwindler Frank Ficker und eine seiner Ex-Frauen.

    Frank Ficker (53) soll seit 2002 16 Frauen betrogen, belogen und um ein Gutteil ihres Vermögens gebracht haben. Dafür muss er in diesem Jahr für ein Jahr und neun Monate ins Gefängnis, doch der Haftantritt wurde auf¬grund von Krankheit erneut verschoben. Ficker, der wegen Leberzirrhose und seelischer Probleme schon mehrere Aufenthalte in Krankenhäusern und psychiatrischen Kliniken hinter sich hat, sieht sich bis heute nicht als Hei¬ratsschwindler: "Ich habe es immer ehrlich gemeint." Die Motivation der Frauen sieht er darin, dass die meisten ihn wohl für "eine lohnende Partie" gehalten hätten.

    Heidrun W. bestätigt, dass sie bei der Eheschließung mit Ficker davon aus¬ging, einen wohlhabenden Mann zu heiraten. "Hätte ich gewusst, dass er nur eine Erwerbsunfähigkeits¬rente bezieht, hätte ich mir das überlegt. So viel, dass ich ihn mit durchfüttern kann, verdiene ich auch nicht", sagt die 56jährige Rettungssanitäterin. Während zuvor die Frauen, die sich von Frank betrogen fühlten, zu wenig Beweise in der Hand hatten oder sich schämten zur Polizei zu gehen, zog Heidrun, die er nach ihren Angaben um 35.000 Euro betrog, mit anderen Frauen vor Gericht.

    Maria S. fiel ebenfalls einem Betrüger zum Opfer, als sie auf eine Partner¬schaftsanzeige in der FAZ antwortete. Der charmante Mann mit den guten Manieren führte sie in die besten Restaurants, erzählte von seinen berufli¬chen Erfolgen und seinem einsamen Leben im Ruhestand. Was sie nicht wusste: Der Mann saß bereits wegen Untreue in elf Fällen im Gefängnis. Bis heute trauert Maria S. der Beziehung nach: "Er war ein so toller Liebha¬ber, ein so einfühlsamer Mann. Ich habe oft zu ihm gesagt, wir können Gott danken, dass wir uns gefunden ha¬ben, das ist ein Geschenk." Doch nur ein Jahr hielt die Partnerschaft, dann stellte Maria fest, dass ihr Freund sie regelmäßig be¬stahl. Sie musste handeln - und zeigte ihn an.

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