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UNICEF-Aktivistin Anna Lütkes im "ZDF-Mittagsmagazin": "Kinderrechte sind eine internationale Verpflichtung"

    Mainz (ots) - In der aktuellen Diskussion um den Schutz und die Stärkung von Kindern befürwortet Anne Lütkes vom Deutschen Komitee des Kinderhilfswerks UNICEF die Festschreibung von Kinderrechten im Grundgesetz: "Wir möchten gern, dass im Grundgesetz sehr deutlich gemacht wird, dass Kinder Träger eigener Rechte sind, dass sie das Recht auf Schutz haben, aber auch das Recht auf Förderung und Entwicklung ihrer Persönlichkeit und dass sie das Recht auf Beteiligung haben, auf Teilhabe an Entscheidungen, die sie in ihrem täglichen Leben betreffen", sagte Lütkes im "ZDF-Mittagsmagazin" am Mittwoch, 19. Dezember 2007.

    Nach ihrer Auffassung bedeute die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz, "dass diese Gesellschaft lernt, Respekt vor Kindern zu haben, sie als Person zu achten." Ziel sei es, dass diese Gesellschaft Kinder endlich ernst nehme in allen Aspekten ihres Daseins.

    Die Festschreibung der Rechte habe praktische Auswirkungen: "Es bedeutet, dass Bund, Länder und Gemeinden das Geld für diese Teilhabe der Kinder am gesellschaftlichen Leben, an einer Kultur des Aufwachsens zur Verfügung stellen müssen", sagte Lütkes. Gleichzeitig müssten Gemeinden daran denken, dass Kinder in den neuen Vierteln auch leben müssen, "dass Spielplätze nicht ein Betonplatz sind, sondern ein lebendiger Lebensraum für Kinder", mahnte Lütkes.

    Wenn im Grundgesetz deutlich werde, dass ein Kind das Recht auf Erziehung, Bildung und Förderung habe, dann werde sich das als Fundament in dieser Gesellschaft sehr viel besser durchsetzen. "Kinderrechte im Grundgesetz sind darüber hinaus eine internationale Verpflichtung für die Bundesregierung und das ganze Land", so Lütkes im "ZDF-Mittagsmagazin".

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