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Bundesrat rollt der Tierqual den roten Teppich aus - Deutscher Tierschutzbund kündigt dagegen weitere massive Kampagnen an

Bundesrat rollt der Tierqual den roten Teppich aus - Deutscher Tierschutzbund kündigt dagegen weitere massive Kampagnen an
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Bonn (ots)

Der Bundesrat hat soeben mit Mehrheit in einem trickreichen Antrag
von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen beschlossen, dass die
Käfighaltung von Legehennen über das eigentliche Verbot ab 2007
weiterhin möglich sein soll. Darüber hinaus wurde per Beschluss den
sogenannten ausgestalteten Käfigen und damit weiterer Tierquälerei
unbefristet Tür und Tor geöffnet. Zudem wollen die Länder, dass die
Schweine in Deutschland auch weiterhin in enger Haltung in
Dunkelställen und auf Vollspaltenböden gehalten werden und amputiert
werden dürfen, um sie an die tierquälerischen Haltungssysteme
anzupassen. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes,
erklärt in einer ersten Stellungnahme vor Ort: "Wir begrüßen, dass
Bundesministerin Renate Künast diese gesetzlich sanktionierte
Tierqual nicht mit ihrer Unterschrift besiegeln wird". Europas größte
Tier- und Naturschutzorganisation kündigt massive Kampagnen in den
Bundesländern an, die sich heute für die Tierqual ausgesprochen
haben.
"Der Bundesrat hat den Tierquäler den roten Teppich ausgerollt und
ist zur Folterkammer der Tiere geworden. Das ist ein trauriger Tag
für den Tier- und Verbraucherschutz. In den ausgestalteten Käfigen,
die die Eierindustrie beschönigend als "Kleingruppenhaltung" zu
tarnen versucht, wären die Tierschutzprobleme genau so wie in den
jetzt bestehenden Käfigen", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des
Deutschen Tierschutzbundes. Das Bundesverfassungsgericht hat die
Käfighaltung bereits 1999 als Tierquälerei verurteilt. Darüber hinaus
ist der Schutz der Tiere seit 2002 auch als Staatsziel im Grundgesetz
verankert. "Die Länder wollen geltendes Recht nun zugunsten der
Eierindustrie opfern. Wir werden es jedoch nicht hinnehmen, dass sich
Politiker von der Eierbranche instrumentalisieren lassen. Für uns ist
das kein Ende unseres Kampfes für das Wohl der Tiere. Wir machen
weiter bis die millionenfache Tierqual in den deutschen Ställen
beendet ist", so Wolfgang Apel kämpferisch.
Bei der Schweinehaltung, über die heute ebenfalls abgestimmt
wurde, hat sich eine Mehrheit der Länder gegen Verbesserungen für die
Tiere ausgesprochen. Der von Bundesministerin Renate Künast
vorgelegte Vorschlag und die darin enthaltenen Verbesserungen für die
Tiere wurden in entscheidenden Punkten abgelehnt. Nach dem Willen der
Länder sollen Schweine auch künftig in drangvoller Enge auf
Vollspaltenböden in dunklen Ställen dahin vegetieren und durch
Amputationen ihrer Schwänze an das Haltungssysteme angepasst werden.
Interviewhinweis für die Redaktionen:
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, ist
persönlich vor Ort für Interviews über die Handynummer 0179 / 12 14 
719 oder 0163 / 68 69 621 erreichbar.

Original-Content von: Deutscher Tierschutzbund e.V., übermittelt durch news aktuell

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