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23.07.2019 – 15:50

Deutscher Tierschutzbund e.V.

PM - Brand in Schweinemastanlage - Tierschutzbund fordert Umdenken

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Brand in Schweinemastanlage in Kolbow:

Deutscher Tierschutzbund und Deutscher Tierschutzbund Mecklenburg-Vorpommern fordern Umdenken

Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband, der Deutsche Tierschutzbund Mecklenburg-Vorpommern, zeigen sich entsetzt über den Tod von 2.500 Schweinen. Die Tiere verendeten bei dem gestrigen Feuer auf einer Schweinemastanlage in Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Die Brandursache ist noch unklar. Die Tierschützer fordern ein Umdenken in der Schweinehaltung und sprechen sich für kleinere Tierbestände und eine Anpassung der konventionellen Haltungssysteme aus, damit die Schweine im Ernstfall bessere Überlebenschancen haben.

"Bei Bränden sterben die Tiere qualvoll, meist durch Rauchvergiftungen bzw. Ersticken und auch durch Verbrennen bei lebendigem Leib. Das berührt tief und geht auch an den betroffenen Landwirten nicht spurlos vorüber", so Kerstin Lenz, Vorsitzende des Deutschen Tierschutzbunds Mecklenburg-Vorpommern. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ergänzt: "Katastrophen dieser Art müssen mit allen Mitteln verhindert werden. Bei einer großen Tierzahl ist die Rettung aller Tiere aber quasi unmöglich. Hier ist dringend Nachrüstung und ein Umdenken in der Schweinehaltung erforderlich."

Trotz bauordnungsrechtlicher Anforderungen für Tierhaltungsanlagen, welche der Ausbreitung von Feuer vorbeugen und die Rettung der Tiere ermöglichen sollen, sterben immer wieder tausende von Tieren, weil Brände nicht schnell genug gelöscht werden können. Realistische Rettungsmöglichkeiten im Brandfall bestehen nur bei frühzeitiger Brandfeststellung, kleinen Tierbeständen und einem angepassten Haltungssystem. Voraussetzung für einen hohen Rettungserfolg wäre, dass die Tiere optimalerweise in Buchten an Außenwänden gehalten werden. Die Tiere könnten so zum Beispiel durch verschiebbare Türen direkt von außen rausgelassen werden, wenn der Stall nicht mehr betretbar ist. Statt bewegungsarmer Haltungssysteme oder sogar einer Fixierung, etwa von Sauen im Kastenstand, sind Haltungsformen, welche die Fortbewegung fördern, etwa durch Ausläufe, erforderlich. Das kommt nicht nur dem Tierschutz zugute, sondern eben auch in Brandfällen. Bei ständig zugänglichen Ausläufen können sich die Tiere selbst in den Auslauf retten. Ferner sollten alle baulich-technischen Brandverhütungs- und -bekämpfungsmaßnahmen ausgeschöpft werden - zum Beispiel feuerfeste Materialien, Sprinkleranlagen, Brandmauern oder feuerfeste Türen.

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
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