Berlin (ots) - Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt warnt vor nationalen Verboten bei der Einfuhr von gentechnisch veränderten Futtermitteln.

Die EU-Kommission plant, die Verwendung von gentechnisch veränderten Futtermitteln den EU-Mitgliedstaaten zu überlassen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sprach sich während eines Treffens der EU-Landwirtschaftsminister in Riga nun dagegen aus. OVID begrüßt diesen Schritt.

"Die Pläne der EU sind absurd. Damit nimmt die Kommission Abschied vom gemeinsamen EU-Binnenmarkt. Bundesminister Schmidt hat also vollkommen recht. Für Deutschland als Handelsnation wäre das ein Schritt zurück ins 20. Jahrhundert. Dann können wir auch gleich wieder die D-Mark einführen", so Wilhelm F. Thywissen, Präsident von OVID.

Der Vorschlag der EU-Kommission kollidiert mit dem internationalen Handelsrecht. Er gefährdet Arbeitsplätze und die Betriebe in den EU-Ländern, deren Regierungen Verwendungsverbote erlassen, warnt Thywissen.

Am 16. Juni wollen die EU-Landwirtschaftsminister über den neuen EU-Kommissionsvorschlag beraten. OVID erwartet, dass die EU-Agrarminister diesem Vorschlag eine klare Absage erteilen.

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