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PM: Anstehende Reform der Physiotherapieausbildung – VDP sieht aktuelle Überlegungen des BMG als wichtigen Schritt in die richtige Richtung

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) kritisierte noch im Herbst des vergangenen Jahres die Überlegungen des Bundesgesundheitsministeriums, die Ausbildung des Physiotherapeuten vollständig zu akademisieren. Nun lässt die Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geeignetere Überlegungen für die Zukunft der Physiotherapieausbildung erkennen. Dies begrüßt der VDP ausdrücklich.

Das Ministerium stellte in der Antwort richtigerweise fest, dass der große Bedarf an Fachkräften nicht gedeckt werden könnte, wenn alle Anwärter nur noch über Hochschulen oder Universitäten ausgebildet werden. Neben der dauerhaften Verankerung von Studiengängen in der Physiotherapie bliebe damit die berufsfachschulische Ausbildung der Regelfall für angehende Physiotherapeuten. „Heute haben durchschnittlich 50 Prozent der Auszubildenden einen mittleren Bildungsabschluss. Auf diese angehenden Therapeuten können wir nicht verzichten“, so Petra Witt, Mitglied des VDP Präsidiums und zuständig für die Ausbildungsgänge in den Gesundheitsfachberufen.

Unstrittig bleibt aber, dass es einer umfassenden Ausbildungsreform bedarf. „Nur mit Schulgeldfreiheit, Ausbildungsvergütung und einem breiten Zugang in die Physiotherapie wird es langfristig gelingen, ausreichend Fachkräfte für die Versorgung der Patientinnen und Patienten auszubilden“, so Petra Witt. Diese drei Aspekte für mehr Attraktivität der Ausbildung forderten Physiopraxen, Physioschulen und angehende Therapeutinnen und Therapeuten bereits von der letzten Bundesregierung. „Dies muss das Gesundheitsministerium bei der Gestaltung der Reform dringend berücksichtigen, um dem akuten Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entgegenzuwirken“, so Witt weiter. „Die Antwort der Bundesregierung stimmt optimistisch, dass wir hier einen geeigneten Mix aus verschiedenen Wegen und guten Durchstiegsmöglichkeiten in den Beruf des Physiotherapeuten schaffen können.“

Nach den jetzigen Plänen des BMG soll es künftig einen berufsfachschulisch und einen hochschulisch ausgebildeten Physiotherapeuten geben. Der bisher eigenständige Beruf des Masseurs und med. Bademeisters würde allerdings mit der Ausbildung und der Tätigkeit des Physiotherapeuten verwachsen. Zugangsvoraussetzung wäre die Mittlere Reife. Für dieses Tätigkeitsfeld lassen die Antworten des BMG damit höhere Voraussetzungen an den Schulabschluss befürchten und es können Hürden geschaffen werden, die ganze Gruppen von dem Berufsfeld der Physiotherapie ausschließen. „Dass jungen Menschen mit einfachem Schulabschluss gänzlich der Weg in die Physiotherapie verwehrt wird, sollte aus versorgungs-, arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Gründen noch einmal kritisch hinterfragt werden“, so Petra Witt. Der VDP könne sich aus seinen Ausbildungserfahrungen im Gesundheitsbereich gut vorstellen, für diese Schülerinnen und Schüler, ähnlich den Pflegeberufen, einen Zugang über einen neuen Assistenzberuf zu ermöglichen. „Hier haben wir in den vergangenen Jahren viele positive Bildungs- und Erwerbsbiografien begleitet“, so Witt.

Mit besten Grüßen
Jenny Knoop
- Referentin - 
Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.
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