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Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

++ BUND: Letzte Chance für Schutz von Nord- und Ostsee ++

Kommentar

2. Juli 2026 | 105

BUND-Pressestelle

Tel.: 030 - 27586 - 109

presse@bund.net

BUND : Letzte Chance für Schutz von Nord- und Ostsee

Zur Ankündigung der Eckpunkte für den Aktionsplan Meer von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) erklären Bettina Taylor, Leiterin des Meeresschutzbüros beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) , und Bettina Baier, Vorsitzende des BUND-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern :

Taylor: „Diese Bundesregierung ist die letzte, die sicherstellen kann, dass Deutschland die marinen Naturschutzziele von EU und Vereinten Nationen bis 2030 erreicht: Bis 2030 sollen zehn Prozent der Meeresfläche streng geschützt sein. Der BUND fordert angesichts der zunehmenden Industrialisierung von Nord- und Ostsee, dass jedoch mindestens die Hälfte der bestehenden Schutzgebiete frei von allen Nutzungen sein müssen. Andernfalls gehen heimische Arten und Lebensräume gänzlich verloren. Wir erwarten, dass Bund und Küstenländer innerhalb des nächsten Jahres dafür klare Flächen festlegen.“

Baier: „Die Industrialisierung der Ostsee wirkt sich nicht nur auf den Naturraum, sondern auch auf den Tourismus und die Fischerei massiv aus. Meeresschutz beginnt an Land, neben der Erderhitzung setzt vor allem die Überdüngung der Ostsee stark zu. Es besteht dringender Handlungsbedarf, damit das Ökosystem Ostsee nicht kippt: Massentierhaltung muss in extensive, auch tierwohlgerechtere Weidehaltung umgewandelt werden. Wasser muss in der Landschaft gehalten werden, z.B. durch Wiedervernässung von Moorböden. Die Selbstreinigung von Gewässern muss durch naturnahen Umbau ermöglicht werden. Es gibt bereits gute Beispiele, wie kürzlich vorgestellt an der Barthe. Wir brauchen jetzt mehr davon.“

Mehr Informationen:

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit mehr als 676.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Nicole Anton (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

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