Alle Storys
Folgen
Keine Story von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) mehr verpassen.

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

++ BUND: Bürger*innen erfassen und schützen Bäume per App – Grundlage für zukünftige Pflanz- und Schutzkonzepte | SPERRFRIST: Dienstag 05.00 Uhr++

++ BUND: Bürger*innen erfassen und schützen Bäume per App – Grundlage für zukünftige Pflanz- und Schutzkonzepte | SPERRFRIST: Dienstag 05.00 Uhr++
  • Bild-Infos
  • Download

Pressemitteilung

5. Mai 2026 | 069 | Bitte Sperrfrist 05.00 Uhr beachten

BUND-Pressestelle

Tel.: 030 - 27586 - 109

presse@bund.net

BUND: Bürger*innen erfassen und schützen Bäume per App

Grundlage für zukünftige Pflanz- und Schutzkonzepte | Bitte Sperrfrist 05.00 Uhr beachten

  • Deutschlandweit Baumarten, Standorte und Zustand dokumentieren
  • Wichtiger Beitrag für Wissenschaft, Naturschutz und nachhaltige Stadtplanung
  • Datenbank für Bäume im urbanen Raum soll entstehen

Berlin. Bäume sind für unsere Lebensqualität unverzichtbar: Sie kühlen unsere Umgebung, filtern Schadstoffe und bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig sind sie durch Klimawandel, Trockenheit und Krankheiten zunehmend gefährdet. Doch wie steht es um die Bäume in Städten und Gemeinden? Das will der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) direkt von Menschen vor Ort wissen. Mit dem BUND Naturschutz in Bayern (BN) stellt er ab sofort gemeinsam eine App bereit: mit der können Freiwillige Bäume in Städten und Gemeinden entdecken und erfassen.

In der kostenlosen Smartphone- und Web-App „Mein Baum“ lassen sich deutschlandweit Baumarten, Standorte und Zustand dokumentieren. Nutzer*innen leisten so einen wichtigen Beitrag für Wissenschaft, Naturschutz und nachhaltige Stadtplanung. Ziel des Projekts ist es, eine Datenbank für unsere Bäume im urbanen Raum zu erstellen, Wissenschaftler*innen, Bürger*innen und Planer*innen für Forschung, Austausch und Schutz zu vernetzen.

Eine App für bessere Daten zu Stadtbäumen

Gemeinsam entwickeln BUND, BN, Technische Universität München und Hochschule Weihenstephan-Triesdorf das Citizen-Science-Projekt „Mein Baum“. Mit weiteren Funktionen nach dem jüngsten Update können Bürger*innen noch gezielter zur Verbesserung der Datengrundlage für Stadtbäume beitragen. Neben der klassischen Erfassung lassen sich auch ganze Alleen dokumentieren und Wunschbäume melden. Die Standorte werden per GPS oder manuell erfasst und auf einer interaktiven Karte sichtbar gemacht. Bestehende Einträge können jederzeit aktualisiert werden.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: „Bäume sind unverzichtbar für lebenswerte Städte und Dörfer: Sie kühlen, binden CO2, filtern Schadstoffe und bieten Lebensraum für zahlreiche Arten. Gleichzeitig leiden sie zunehmend unter Hitze, Trockenheit und Krankheiten. Um sie wirksam schützen zu können, brauchen wir verlässliche Daten. Hier zählen wir auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger.“

Martin Geilhufe, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern: „Viele Städte verfügen zwar über Baumkataster, doch diese sind oft lückenhaft, besonders bei aktuellen Veränderungen. Private Bäume werden in der Regel gar nicht erst in den Katastern erfasst. Die App ergänzt diese Daten sinnvoll und schafft eine wichtige Grundlage für zukünftige Pflanz- und Schutzkonzepte.“ Perspektivisch ist auch ein Datenaustausch mit Kommunen geplant. „Mit unserem Projekt schaffen wir ein starkes Netzwerk für den Schutz unserer Stadtbäume. Bürgerwissenschaft kann ganz konkret helfen, Wissenslücken zu schließen und Maßnahmen voranzubringen.“

Die wissenschaftlichen Partner unterstreichen die Bedeutung des Projekts:

„Städte stehen vor großen Herausforderungen durch Klimawandel und Biodiversitätsverlust. 'Mein Baum' ermöglicht es, Forschung und Engagement der Bevölkerung sinnvoll zu verbinden“, sagt Prof. Dr. Barbara Darr (HSWT).

„Nachhaltige Stadtplanung muss Natur stärker integrieren. Stadtbäume spielen dabei eine Schlüsselrolle für resiliente und lebenswerte Städte“, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Stephan Pauleit (TUM).

„Die erhobenen Daten helfen uns, die ökologische Bedeutung von Stadtbäumen künftig noch besser zu verstehen und zu quantifizieren“, erklärt Prof. Dr. Thomas Rötzer (TUM).

Mehr Informationen:

  • Für die Teilnahme genügt es, die kostenlose App herunterzuladen und sich einmalig zu registrieren. Auch Gruppen und Schulklassen können gemeinsam mitmachen. Die erhobenen Daten werden an die Projektverantwortlichen übermittelt. Zudem bietet die App einen Community-Bereich für Austausch und gemeinsame Aktionen. Mehr Infos finden Sie hier.
  • Mit dem Stadtbaum-Quiz lädt der BUND Naturschutz dazu ein, das eigene Wissen über Bäume in der Nachbarschaft zu testen. Unter allen Teilnehmer*innen, die bis zum 30. Mai mitmachen, werden zehn attraktive Bestimmungsbroschüren sowie kleine Zusatzpreise verlost. Jetzt mitmachen und mit etwas Glück gewinnen!
  • BUND-Mitgliedschaft
  • Kontakt: Martina Gehret, Referat Artenschutz, Citizen Science und Mitmachprojekte, Mobil: + 49 160-5640529, martina.gehret@bund-naturschutz.de, BUND: Christian Hönig, Abteilungsleiter Biodiversität beim BUND, Tel.: +49 30-27586-340, Mobil: +49 179-7327222, christian.hoenig@bund.net
  • Sie finden den BUND-Bundesverband auch auf Bluesky, Instagram und Facebook

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit rund 674.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Nicole Anton (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

Weitere Storys: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Weitere Storys: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)