Alle Storys
Folgen
Keine Story von Stiftung für Zukunftsfragen mehr verpassen.

Stiftung für Zukunftsfragen

Familie im Wandel: Warum sich immer mehr gegen Kinder entscheiden

Hamburg (ots)

Aktuell bekommen in Deutschland 100 Frauen 135 Kinder, vor zehn Jahren waren es noch 159. Die zunehmende Kinderlosigkeit ist vor allem ein Ausdruck wachsender Unsicherheit, nicht fehlender Familienwünsche. Wer keine Kinder bekommt, hat meist nicht nur einen Grund, sondern eine ganze Reihe von Vorbehalten, die sich gegenseitig verstärken. So nennen zwei Drittel als Grund gegen Kinder den hohen finanziellen Aufwand. Eine Mehrheit äußert aber auch die Sorge um eine sichere Zukunft der Kinder, den Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit und bemängelt fehlende staatliche Voraussetzungen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Untersuchung der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, für die über 2.000 Personen ab 18 Jahren repräsentativ durch die GfK befragt wurden.

Zeitvergleich: Unsicherheit verdrängt den Familienwunsch

Im Zehnjahresvergleich treten vor allem drei Verschiebungen hervor: Die Sorge um eine Zukunft der Kinder gewinnt deutlich an Bedeutung (+13%) und ebenso der Mangel an fehlenden staatlichen Voraussetzungen (+14). Zugleich werden berufliche Argumente, wie die Karriere lasse sich nur schwer mit der Familie vereinbaren (-8%) und beruflicher Erfolg ist wichtiger als die Familiengründung (-12%), deutlich seltener genannt.

Fazit: Familie braucht gute Bedingungen - und den Mut, sie zu nutzen

Am Ende verdichtet sich aus den Ergebnissen ein klares Bild: Kinderlosigkeit ist heute weniger Ausdruck eines fehlenden Familienwunsches als Folge wachsender Unsicherheit und hoher Anforderungen. Gefordert sind daher die Politik und Wirtschaft verlässliche und gute Rahmenbedingungen zu schaffen, aber auch die Bürger selbst den Mut zu haben, Nachwuchs zu bekommen. Denn wenn gesellschaftliche Rahmenbedingungen verlässlicher werden, Partnerschaften stabiler und gleichberechtigter erlebt werden sowie die Zukunft wieder stärker planbar erscheint, wird auch die Bereitschaft, sich eine Familie nicht nur zu wünschen, sondern tatsächlich auch zu gründen, wieder zunehmen.

Alle Daten und Grafiken sowie weitere Informationen finden Sie unter https://ots.de/VXSilW

Pressekontakt:

Ayaan Güls
guels@zukunftsfragen.de
01724508431

Original-Content von: Stiftung für Zukunftsfragen, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Stiftung für Zukunftsfragen
Weitere Storys: Stiftung für Zukunftsfragen
  • 29.12.2022 – 09:00

    Neujahrsvorsätze 2023

    Hamburg (ots) - Krieg, steigende Preise, Corona-Pandemie, Klimawandel und eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft - auch das Jahr 2023 wird durch globale und nationale Herausforderungen geprägt sein. Dieses ist den Bundesbürger bewusst, jedoch wollen sie nicht in Schockstarre verharren, sondern ihr Glück stärker in die eigenen Hände nehmen. Dieses ergab eine aktuelle Untersuchung der gemeinnützigen Stiftung für Zukunftsfragen für die 2.000 Personen ab 18 Jahren ...

  • 08.12.2022 – 10:00

    Wen stresst der Geschenkeeinkauf?

    Hamburg (ots) - Jeder dritte Bundesbürger fühlt sich durch den Geschenkeeinkauf für Weihnachten gestresst. Insbesondere junge Erwachsene, Eltern und Paare geben an, das Stöbern durch die Einkaufsstraßen oder die Geschenkesuche im Internet als anstrengend zu empfinden. Bei den Ruheständlern und Jungsenioren sind es dagegen deutlich weniger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Stiftung für Zukunftsfragen, für die repräsentativ über 3.000 Personen befragt wurde. ...