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Mutmaßlicher Iran-Spion in Kürze vor dem Richter

    München (ots) - Die Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft Frauke-Kartin Scheuten hat gegenüber report MÜNCHEN erklärt, dass die Ermittlungen gegen den momentan einzigen inhaftierten mutmaßlichen Iran-Spion Volker S. aus Coburg innerhalb der nächsten acht Wochen abgeschlossen werden. „Es wird in jedem Fall Anklage erhoben", so die Oberstaatsanwältin Scheuten, „denn die Fakten sind sehr dicht." Seit dem 21. Mai 2005 sitzt der 46jährige Volker S. wegen Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit und des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz in Untersuchungshaft.

    Als Geschäftsführer der Tira-GmbH im thüringischen Schalkau soll Volker S. Vibrations-Testanlagen über geheimdienstliche Beschaffungsorganisationen an den Iran geliefert haben. Dort wurden sie offenbar zur Entwicklung von Raketenträgertechnologie eingesetzt. Der Iran entwickelt seit Jahren die Shahab-Rakete weiter, die auch mit  Atomsprengköpfen bestückt werden kann.

    Das Unternehmen hat als neuen Geschäftsführer den Italiener Andrea Nofri eingesetzt. Er erklärte gegenüber report MÜNCHEN, „das Unternehmen sieht das ganze als einen Unfall. Wir haben keine Fakten um ein Urteil zu fällen. Die geeigneten Leute führen im Moment die Ermittlungen durch."

    Da die Ermittlungen noch laufen, wollte sich die Generalbundesanwaltschaft zu den Informationen nicht äußern.

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