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Das Notizbuch am Samstag, Samstag, 11. 05. 2002, 11.00 Uhr

    München (ots) -
    
    "Ich könnt' den Betrieb nie im Stich lassen..." - Frauen, die
    alleine den Hof bewirtschaften
    
    23 Jahre war Isolde Fischer alt, als sie den Bauernhof ihrer
Eltern übernahm. Seitdem ist die junge Frau zuständig für 35 Hektar
Land und einen Mastbetrieb mit 300 Schweinen. Als kleines Mädchen
wäre sie lieber Stewardess geworden, aber heute ist sie stolz darauf,
eine Landwirtin zu sein.
    
    Frauen, die wie sie den Mut haben, einen Hof alleine zu
bewirtschaften, gibt es nicht viele in Deutschland. In der Regel
werden die Betriebe noch immer an die Söhne vererbt oder an die
Schwiegersöhne übergeben. Wer als Frau trotzdem übernimmt, hat sich
häufig nicht freiwillig dazu entschieden.
    
    Afra Eirenschmalz etwa war 40 Jahre alt, als ihr Mann starb. Ihre
Kinder waren damals noch viel zu klein, um mitzuarbeiten. Zwanzig
Jahre lang setzte die Bäuerin alles daran, den Betrieb für ihren
jüngsten Sohn zu erhalten. Und Gerda Uhl erbte den Hof ihrer Eltern
in den 70er Jahren: ihre ältere Schwester wollte den Betrieb nicht
übernehmen. Ihn aufgeben, das konnte sich die Allgäuerin aber auch
nicht vorstellen, also machte sie weiter.
    
    Ihrem Hof den Rücken zu kehren, das käme diesen Landwirtinnen wie
Verrat vor. Auch wenn der Alltag nicht immer einfach und die Arbeit
manchmal nur mit Hilfe von Nachbarn oder Freunden zu bewältigen ist.
"Ich könnt' den Betrieb nie im Stich lassen... - Frauen, die alleine
den Hof bewirtschaften", unter diesem Titel berichtet Susanne Merkle
im "Notizbuch am Samstag" in Bayern2Radio über Frauen, die alleine
einen Hof bewirtschaften.
    
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