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Großer Widerstand gegen Super League in ganz Europa

Großer Widerstand gegen Super League in ganz Europa
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  • Kritik an Finanzierung und Turniermodus
  • Briten besonders kritisch, größter Zuspruch in Spanien
  • Zuspruch bei Fußball-Fans größer als bei nicht Interessierten
  • Fußball für Mehrheit der Europäer ein fester Lebensbestandteil

Hamburg, 22. April 2021 – Wenige Tage nach der Ankündigung einer neuen europäischen Fußball-Liga bestätigt eine Ipsos-Umfrage die Entscheidung vieler Vereine, dem umstrittenen Projekt Super League eine Absage zu erteilen. In weiten Teilen Europas wurden die Pläne mehrheitlich abgelehnt und auch unter der deutschen Bevölkerung wurde die Idee überwiegend kritisch gesehen. Für die Online-Erhebung befragte Ipsos am Dienstagabend 5.000 Personen aus fünf europäischen Ländern zu ihren Meinungen über die Super League.

Kritik an Finanzierung und Turniermodus

Dass die Gründungsvereine der Super League unabhängig von ihrer sportlichen Leistung zu Beginn jeder Saison nennenswerte Geldbeträge als Darlehen erhalten sollten, kam hierzulande besonders schlecht an. Zwei Drittel aller Bundesbürger (66%) hielten diese Idee für schlecht. 58 Prozent der Befragten kritisierten darüber hinaus, dass alle Gründungsmitglieder stets am Turnier teilnehmen dürfen sollten, unabhängig von ihrer Leistung in den lokalen Liga-Meisterschaften. Eine ähnlich große Mehrheit (56%) sprach sich zudem gegen die Idee aus, dass neben den dauerhaften Mitgliedern jedes Jahr lediglich fünf weitere Fußballvereine ausgewählt werden sollten, die ebenfalls am Wettbewerb teilnehmen dürfen.

Briten besonders kritisch, größter Zuspruch in Spanien

Noch deutlich kritischer wurden die Pläne für eine exklusive Fußballliga von den britischen Befragten beurteilt. Sämtliche Ideen für die Umsetzung der Super League, nach denen bei der Online-Erhebung gefragt wurde, wurden von rund sieben von zehn Briten abgelehnt. Die größten Befürworter des Projekts fanden sich wiederum in Spanien. Fast die Hälfte aller Spanier (49%) unterstützte z. B. die Vereinbarung, dass die Gründungsvereine unabhängig von ihrer Leistung jede Saison einen großen finanziellen Zuschuss erhalten sollten. Eine knappe Mehrheit (54%) sprach sich zudem für die Idee aus, dass neben den festen Mitgliedern jährlich nur fünf weitere Clubs am Wettbewerb teilnehmen sollten.

Zuspruch bei Fußball-Fans größer als bei nicht interessierten Personen

Bei einer Aufteilung nach fußballinteressierten und nicht fußballinteressierten Personen zeigte sich jedoch, dass passionierte Fußball-Fans eher dazu neigen, die angestoßenen Ideen für die Gründung der Super League zu befürworten, als nicht interessierte Befragte. Im internationalen Durchschnitt wurden alle ab-gefragten Merkmale der Liga dennoch von einer Mehrheit der Fans abgelehnt.

Fußball für Mehrheit der Europäer ein fester Lebensbestandteil

Für die Mehrheit der Menschen in Europa ist Fußball ein fester Bestandteil ihres Lebens. Fast zwei Drittel (62%) sprechen oft mit ihrer Familie, Freunden oder Kollegen über dieses Thema, etwa ebenso viele (62%) schauen sich häufig Spiele im Fernsehen an. 68 Prozent geben an, grundsätzlich (sehr) interessiert an Profi-Fußballturnieren zu sein. Italiener (75%), Spanier (73%) und Briten (71%) bekunden am häufigsten Interesse, doch auch in Deutschland (65%) und Frankreich (54%) bezeichnet sich eine klare Mehrheit als fußballinteressiert.

Methode:

Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage in fünf Ländern, die von Ipsos auf der DIY-Marktforschungsplattform Ipsos.Digital (https://www.ipsos.digital/) durchgeführt wurde. Am 20. April 2021 zwischen 9:00 und 11:00 Uhr (MEZ) befragte Ipsos insgesamt 5.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien.

Die Stichproben bestehen aus jeweils 1.000 Personen und können als national repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung unter 65 Jahren angesehen werden. Die Daten werden so gewichtet, dass die Stichprobenzusammen-setzung jedes Marktes das demografische Profil der erwachsenen Bevölkerung gemäß den neuesten Volkszählungsdaten am besten widerspiegelt.

Wenn die Ergebnisse sich nicht auf 100 aufsummieren, liegt das an Rundungen durch die computer-basierte Zählung, erlaubte Mehrfachnennungen oder dem Ausschluss von „weiß nicht/keine Angabe“ Nennungen.

Ipsos

Ipsos ist die Nummer 3 weltweit in der Marktforschungsbranche mit mehr als 18.000 Mitarbeiter*innen und starker Präsenz in 90 Ländern.

Unsere Forschungsexpert*innen, Analyst*innen und Wissenschaftler*innen verfügen über das breite Know-How von Multi-Spezialist*innen, das tiefe Insights in Handlungen, Meinungen und Motivationen von Bürger*innen, Konsument*innen, Patient*innen, Käufer*innen oder Mitarbeiter*innen ermöglicht. Wir haben die große Bandbreite unserer Lösungsansätze in 18 Service Lines zusammengefasst und unterstützen damit über 5000 Kunden weltweit.

1975 in Paris gegründet, wird Ipsos bis heute von Forscher*innen geführt. In Deutschland sind wir mit ca. 600 Mitarbeiter*innen an sechs Standorten präsent: Hamburg, Mölln, Berlin, Frankfurt, Nürnberg und München.

Ipsos ist seit dem 1. Juli 1999 an der Euronext in Paris notiert. Das Unternehmen ist Teil des SBF 120 und des Mid-60 Index und hat Anspruch auf den Deferred Settlement Service (SRD).

ISIN code FR0000073298, Reuters ISOS.PA, Bloomberg IPS:FP

www.ipsos.de | www.ipsos.com

Kontakt:
Rouven Freudenthal
Marketing & Communications rouven.freudenthal@ipsos.com
+49 151 7420 2330
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