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vbw Medienkongress: Digitalisierung als Treiberin für Innovationen begreifen - Brossardt: "Datensicherheit wird Standortfaktor"

München (ots) - "Wie kaum eine andere Industrie ist die Medienbranche von der Digitalisierung betroffen. Content-bezogene Angebote und crossmediales Publizieren sind inzwischen Standard. Das wirft neue Fragen im Hinblick auf Datensicherheit auf", betonte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., anlässlich der vbw Veranstaltung "Vorsprung Bayern: Beherrschbarkeit der Daten - Chancen und Herausforderungen" vor hochkarätigen Vertretern aus Politik und Medienwirtschaft.

Brossardt weiter: "Der volkswirtschaftliche Schaden durch Cyberkriminalität ist enorm. Allein in Deutschland sind es in der Informationstechnik rund 20 Milliarden Euro jährlich. Datensicherheit wird dementsprechend immer mehr zum Standortfaktor. Vorhaben wie das IT-Sicherheitsgesetz der Bundesregierung oder ein europäisches Datenschutzabkommen sind richtige Schritte. Aber genauso gilt: Verbotsschilder dürfen den digitalen Fortschritt nicht ausbremsen. Wir brauchen ebenso eine Kultur des Ermöglichens." So muss Brossardt zufolge das europäische Datenschutzrecht den Informationstransfer über Länder und Kontinente hinweg vereinfachen, statt verkomplizieren. Darüber hinaus sollten Rahmenbedingungen für digitales Arbeiten den Anforderungen der Zeit entsprechen. "Ideen, wie ein Gesetz zum Verbot der beruflichen Kommunikation nach Feierabend, stehen dem Arbeiten in der Wirtschaft 4.0 im Wege. In den Unternehmen schließlich sind transparente Leitlinien für Datennutzung und Datenmanagement erforderlich", so Brossardt.

Brossardt abschließend: "Wir müssen die Digitalisierung als Treiberin für Innovationen begreifen - in der Medienwirtschaft beispielsweise in den Bereichen interaktive Technologien und Serious Games. Alles muss auf Digitalisierung ausgerichtet sein. Das ist auch ein zentrales Ergebnis der Studie ,Bayerns Zukunftstechnologien', die der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft Anfang Juli vorgelegt hat. Für die Medienbranche heißt das, dass wir neue Plattformen der Vernetzung von Industrien und Technologien brauchen. Mit unserer vor drei Jahren gegründeten Medieninitiative möchten wir unseren Beitrag dazu leisten."

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