vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft
Gaffal: "Bayern ist heute erfolgreich und gut aufgestellt. Neue Herausforderungen wie Digitalisierung und Globalisierung erfordern jetzt neue Weichenstellungen"

München (ots) - Auf dem Kongress "Was Bayern morgen braucht" hat Alfred Gaffal, Präsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., heute Studie und Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Standorts Bayern vorgestellt. Die konkreten Empfehlungen für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik basieren auf der wissenschaftlichen Studie "Bayerns Zukunftstechnologien", die die Prognos AG im Auftrag der vbw erstellt hat. Die Untersuchung analysiert das bisherige Erfolgsrezept Bayerns und gibt einen Überblick über die technologischen Entwicklungen der kommenden fünf bis zehn Jahre. Zur Veranstaltung hatten sich mehr als 1.000 Teilnehmer angemeldet.

"Die Studie bestätigt, dass Bayern im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt und technologisch führend ist. Das verdanken wir vor allem einem starken, innovativen Unternehmertum. Die gute Ausgangssituation ist aber kein Garant für eine erfolgreiche Zukunft, gerade für ein rohstoffarmes Land mit vergleichsweise hohen Arbeitskosten. Wie die Weichen für die nächsten Jahre richtig gestellt werden, hatte die vbw bereits in ihrer Agenda 2020 formuliert", erklärte vbw Präsident Alfred Gaffal. "Um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und den Wohlstand Bayerns langfristig zu sichern und auszubauen, müssen wir die Herausforderungen durch Digitalisierung, Globalisierung, demografischen Wandel sowie Energie-, Ressourcen- und Klimafragen positiv gestalten. Der Zukunftsrat gibt detaillierte Empfehlungen, wie die Rahmenbedingungen für Innovationen verbessert und die unternehmerische Eigenverantwortung gestärkt werden können. Die Handlungsempfehlungen umfassen auch Impulse zur Überwindung von Grenzen zwischen Branchen und Technologien und für neue Formen der Kooperation. Zudem zeigt der Zukunftsrat Ansätze zur Umsetzung der Digitalisierung als zentraler Treiber in allen Bereichen, zur Stärkung des Gründerlands Bayern sowie zur Förderung unternehmerischen Wachstums und Wertschöpfung", so Gaffal.

Der Präsident der Technischen Universität München, Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann, ergänzte: "Die Innovationsgeschwindigkeit hat sich innerhalb einer einzigen Generation so dramatisch erhöht, dass die alten Geschäftsmodelle nicht mehr greifen. Junges, risikobereites Unternehmertum ist gefragt. Seine Förderung hat Vorrang. Die Digitalisierung macht uns bewusst, dass nicht nur technologischer Fortschritt, sondern auch die Mitwirkung der Bevölkerung erforderlich ist. Nur so steht auch der gesamtgesellschaftliche Erfolg in Aussicht. Die wichtigste Botschaft aber lautet: Der unternehmerische Spirit muss die Grundstimmung unserer Gesellschaft werden. Er ist Garant größtmöglicher Wertschöpfung. Hierauf sind unsere Handlungsempfehlungen ausgerichtet."

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte auf der Pressekonferenz: "Die Studie des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft zeigt, dass Bayern international im Spitzenfeld der Technologie- und Wirtschaftsregionen steht. Dies verdanken wir Wirtschaft, Forschung und Politik gleichermaßen. Zukunftstechnologien und Innovationen wollen wir noch weiter fördern, um Arbeitsplätze und Wohlstand in Bayern zu halten. Damit die Technologieförderung den aktuellen Erfordernissen gerecht wird, haben wir bereits eine Evaluierung unserer Technologieprogramme gestartet. Die Expertise des Zukunftsrats werden wir hier einfließen lassen. Für die Zukunftsfähigkeit des Standortes treiben wir die Digitalisierung, das Gründergeschehen und die Clusterpolitik weiter voran."

Zum Zukunftsrat

Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft wurde im Mai 2014 von vbw Präsident Alfred Gaffal initiiert. Unter dem Vorsitz von Alfred Gaffal und TUM-Präsident Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann gehören dem hochkarätig besetzten Zukunftsrat renommierte Vertreter aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner, an. Das Gremium versteht sich als Impulsgeber für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Standorts Bayern. Es identifiziert zentrale Trends und gibt konkrete Handlungsempfehlungen, damit Bayern seine Spitzenstellung auch morgen behaupten kann.

Eine Übersicht der Zukunftsratsmitglieder ist im Internet verfügbar: www.vbw-bayern.de/mitglieder-zukunftsrat

Pressekontakt:

Antje Zientek, 089-551 78-399, antje.zientek@ibw-bayern.de,
www.vbw-bayern.de

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