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09.05.2019 – 10:09

Deutscher Naturheilbund e.V.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Zum Aktionstag "Chronisch entzündliche Darmerkrankungen" am 19. Mai 2019 von Frau Prof. Dr. med. Karin Kraft

Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universitätsmedizin Rostock

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind durch wiederkehrende Krankheitsschübe gekennzeichnet. Am häufigsten sind der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa, in Deutschland sind derzeit ungefähr 400.000 Menschen betroffen. Beide Krankheiten beginnen häufig im Alter von 15 bis 35 Jahren. Sie haben eine erbliche Komponente,. beim Morbus Crohn spielen auch Umweltfaktoren und Rauchen eine wichtige Rolle. Häufigkeit und Intensität der Krankheitsschübe lassen sich jedoch durch Medikamente und einen angepassten Lebensstil reduzieren. Die Betroffenen leiden unter Bauchschmerzen, häufigen Durchfällen sowie - bei länger anhaltenden Schüben - unter Gewichtsverlust und Schwäche. Bei ca. 35% der Betroffenen treten auch Beschwerden außerhalb des Darms auf, z.B. an den Gelenken und der Haut. Die medikamentösen Therapiemaßnahmen zielen ebenso wie die Empfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag und in Bezug auf die Ernährung vor allem darauf ab, die Lebensqualität zu verbessern, Beschwerden zu mildern und Entzündungsprozesse zu beenden. Naturheilkundliche Maßnahmen spielen deshalb bei beiden Erkrankungen eine wichtige Rolle. Bei besonders schweren Verläufen wird eine Operation erforderlich. Das Risiko für einen Dickdarmkrebs ist bei Colitis ulcerosa und bei einem Befall des Dickdarms durch Morbus Crohn erhöht.

Der Morbus Crohn kann den gesamten Magen-Darm-Trakt vom Mund bis zum After befallen, zumeist findet er sich im letzten Dünndarmabschnitt. Fisteln, vor allem im Bereich des Afters, sind häufig. Hauptsymptome sind dünnflüssiger Stuhl und Bauchschmerzen über einen längeren Zeitraum, seltener sind Blähungen und Fieberschübe.

Die Colitis ulcerosa ist eine Entzündung der Dickdarmschleimhaut. Sie beginnt im Enddarm und breitet sich maximal bis zum letzten Ende des in den Dickdarm mündenden Dünndarms aus. Typisch sind blutig-schleimige Durchfälle, die oft von krampfartigen Bauchschmerzen begleitet sind. Neben oralen und parenteralen Therapien kommen je nach Ausdehnung der Entzündung auch Zäpfchen, Einläufe und Schäume zum Einsatz.

Schließlich soll auf zwei weitere chronisch entzündliche Darmerkrankungen hingewiesen werden. Die mikroskopische Kolitis ist eine Entzündung der Dickdarmschleimhaut aus unklarer Ursache, die mit starken wässrigen Durchfällen einhergeht. Die Schleimhautveränderungen sind nur unter dem Mikroskop sichtbar. Die andere Krankheit ist das altbekannte Reizdarmsyndrom, das durch Bauchschmerzen, Blähungen und wechselnde Stuhlgewohnheiten gekennzeichnet ist und typischerweise mit naturheilkundlichen Maßnahmen behandelt wird. Auch hier liegt eine chronische, allerdings geringgradige Entzündung vor.

Prof. Dr. med. Karin Kraft

Stiftungsprofessur für Naturheilkunde an der Universitätsmedizin Rostock

2. Vizepräsidentin des Deutschen Naturheilbundes eV

Präsidentin der Gesellschaft für Phytotherapie

Delegierte der Gesellschaft für Phytotherapie bei der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)

Mit besten Grüßen
Deutscher Naturheilbund eV
Bundesgeschäftsstelle
Am Anger 70 (Schloss Bauschlott)
75245 Neulingen
Tel. 07237-4848 799,   Fax 07237- 4848 798
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