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Herbert Grönemeyer kritisiert Westerwelle und Afghanistan-Einsatz - Einsatz am Hindukusch "Schwachsinn", Westerwelle "blass"

Berlin (ots) - Herbert Grönemeyer hat sich im Interview mit dem deutschen Rolling Stone gegen den Einsatz von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan ausgesprochen. "Wir haben da nichts zu suchen. Das ist einfach Schwachsinn", sagte er dem Musik- und Kulturmagazin. "Würde mein Sohn dort fallen, ich wüsste nicht, was ich machen würde. Ich glaube, ich würde zum Terroristen werden oder Amok laufen."

Auf Grönemeyers neuem Album "Schiffsverkehr" ist mit "Auf dem Feld" auch ein Stück vertreten, das sich mit der Situation eines Soldaten im Auslandseinsatz befasst. Darüber habe er schon lange ein Lied schreiben wollte, meinte der 54-jährige Musiker: "Über diese merkwürdige Situation, dass deutsche Soldaten wieder in einem Krieg sind. Dass sie dort ihr Leben riskieren und gar nicht richtig wissen, warum sie überhaupt da sind. Und dass es zu Hause eigentlich überhaupt keinen interessiert."

Auch zu Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußerte der in London und Berlin lebende Grönemeyer sich kritisch. "Er mag ein reizender Mann sein, aber in seiner Funktion ist er absolut inexistent", sagte er im Interview. "Über den kannst du dich noch nicht mal ärgern. Der ist schon so blass, dass er einem wirklich schon fast leid tut."

Grönemeyer, der mit "Schiffsverkehr" derzeit auf Platz eins der deutschen Media-Control-Charts steht und am 31.5. in Rostock seine Konzerttournee beginnt, schließt auch nicht aus, wieder auf die Kinoleinwand zurückzukehren. "Ich denke, ich könnte gut wieder einen Film drehen", meint der frühere Schauspieler, der unter anderem 1981 in "Das Boot" eine der Hauptrollen hatte. Erst 2010 hat Grönemeyer den Soundtrack zu "The American" komponiert, dem letzten Film seines langjährigen Arbeitspartners und Freundes Anton Corbijn.

Das komplette Gespräch lesen Sie als Titelgeschichte im neuen Rolling Stone, der ab 31. März am Kiosk erhältlich ist.

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