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26.11.2020 – 10:24

Bundesinnung der Hörakustiker KdöR

Hörakustiker mit starkem Hygienekonzept
Besuch beim Hörakustiker nicht aufschieben

Mainz (ots)

Hörakustiker sind für die Versorgung von Schwerhörigen unverzichtbar. Viele haben darum weiterhin geöffnet. Auch bei ihnen gilt Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen und regelmäßig lüften, kurz AHAL. Mit den AHAL-Basisregeln soll die Ausbreitung des SARS-CoV-2 Virus eingedämmt werden. Vollständig kontaktlos ist die Versorgung mit Hörsystemen jedoch nicht möglich. Deswegen sorgen hohe Hygienestandards bei den Hörakustikern dafür, dass Kunden und Mitarbeiter trotzdem bestmöglich geschützt sind.

"Schon zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 haben alle Hörakustiker-Betriebe ein Schutz- und Hygienekonzept entwickelt und eingesetzt, das die Kunden und die 15.000 Beschäftigten von über 6.700 Hörakustiker-Betrieben bestmöglich vor Infektionsgefahren schützt", so Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). Desinfektionsmaßnahmen, das Tragen von Mund-Nase-Schutz-Masken und neue Verhaltensrichtlinien gehören seitdem zu den zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen und neuen Standards für die Hörsystemversorgung beim Hörakustiker vor Ort.

In Deutschland gibt es rund 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist jeder auf ein gutes Gehör angewiesen. Denn ein Großteil des sozialen Kontakts findet zurzeit über Telefon und Video-Calls statt. Viele Menschen informieren sich über Radio und Fernsehen über die neusten Nachrichten. Es ist Aufgabe der Hörakustiker, jedem Schwerhörigen auch und gerade in der Krise zu ermöglichen, gut zu hören und so am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Sie sind daher für die gesundheitliche Grundversorgung der Bevölkerung auch in Zeiten der Pandemie äußerst wichtig, denn sie stellen für Menschen mit Hörschwäche die Beratung und Versorgung mit Hörsystemen sicher, ebenso die Wartung und Reinigung der Hörsysteme sowie die Bereitstellung von Batterien und Zubehör. Nur wer gut hört, kann Informationen aufnehmen und bleibt sozial integriert. Laut Bundesregierung und Bundesländer gelten Hörakustiker daher auch zu Recht als systemrelevant.

Viele Hörakustiker-Betriebe waren aus diesem Grund auch bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr geöffnet, um die Versorgung von Schwerhörigen aufrechtzuerhalten. Dies wird im heraufziehenden Winter nicht anders sein, denn die Hörakustiker nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung ausgesprochen ernst. Wer Probleme mit dem Gehör hat, kann auch im zweiten Lockdown jederzeit zu einem Hörakustiker vor Ort gehen, einen meist kostenlosen Hörtest machen und sich dort auf die kompetente Beratung und hochqualitative Hilfe verlassen.

Einen Hörakustiker in der Nähe findet man beispielsweise über die Website https://www.hoerakustiker-suche.de.

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit über 6.700 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit modernsten Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Die Versorgungsqualität im Bereich von Hörsystemen ist in Deutschland sehr gut, das bestätigt die größte jemals von gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) durchgeführte Versichertenbefragung zur Hörsystemversorgung in Deutschland. Rund 90 Prozent der Versicherten waren "sehr zufrieden" oder "zufrieden" mit der individuellen Versorgungssituation. Und das unabhängig davon, ob der Versicherte eine mehrkostenfreie Versorgung gewählt oder eine private Zuzahlung geleistet hat.

Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für die begleitende Feinanpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der Hörsystemfunktionen u.v.m. zuständig. Er berät zu Gehörschutz, Tinnitus und allem rund ums Hören.

Pressekontakt:

Michael Skwarciak, M.A. (biha), skwarciak@biha.de

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