DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
Messe Interschutz 2026: DLRG rückt Ausbildung für Starkregenereignisse in den Mittelpunkt
Messe Interschutz 2026 in Hannover
DLRG rückt Ausbildung von Einsatzkräften für Starkregenereignisse in den Mittelpunkt
Bad Nenndorf. Wenn Starkregen Bäche und Flüsse anschwellen lässt und Sturzfluten ganze Ortschaften heimsuchen, sind Einsatzkräfte gefragt, die für solche Lagen ausgebildet sind. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) präsentiert auf der Messe Interschutz 2026 vom 1. bis 6. Juni in Hannover, wie ihre ehrenamtlichen Einsatzkräfte in diesen Hochwasserlagen Hilfe leisten. Im Mittelpunkt des Messeauftritts in Halle 17 (Stand B54) stehen die Fähigkeiten der DLRG in der Wasserrettung. Zudem zeigt die weltweit größte freiwillige Organisation für Wasserrettung auf, wie Helfende aller Einsatzorganisationen noch besser auf Hochwasserlagen vorbereitet werden können.
„Nicht zuletzt Starkregenkatastrophe im Jahr 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinlad-Pfalz hat uns gezeigt, dass noch nicht überall bekannt ist, was die DLRG etwa im Katastrophenschutz alles leisten kann“, sagt die Präsidentin des Verbandes, Ute Vogt. Die Interschutz biete eine wichtige Gelegenheit, genau das sichtbar zu machen. Auf dem Messestand stellen die Wasserretter beispielsweise anschaulich dar, wie Strömungsretter vom Rettungsboot aus mittels Seiltechnik Menschen aus Häusern evakuieren.
Ausbildungszentrum für Hochwasserlagen
Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt auf dem DLRG Messestand in Halle 17 bildet die Konzeption eines Hochwasserausbildungszentrums. Seit einigen Jahren beschäftigt sich die DLRG damit, wie die Rettung aus starker Strömung in urbanen Gebieten sicher unter wirklichkeitsnahen Bedingungen geübt werden könnte. Hier stellen sich nochmals andere Gefahren und Problemstellungen, die sich etwa aus der Bebauung oder Infrastruktur wie Kanälen, Zäunen, Tiefgaragen oder Kellern ergeben.
Ein Hochwasserausbildungszentrum soll es Einsatzkräften ermöglichen, in einer sicheren Umgebung typische Aufgaben der Wasserrettung bei der Überflutung von Ortschaften zu trainieren. Dabei stehen nicht nur Spezialkräfte der Wasserrettung im Fokus. Auch Einsatzkräfte der Feuerwehren oder anderer Organisationen könnten an Lehrgängen teilnehmen, etwa zur Einschätzung von Gefahren, zur Fremd- und Selbstsicherung oder zu Rettungsversuchen mit eigenen Mitteln.
Messebesucher können das digitale Modell während der Messe Interschutz interaktiv erkunden. Für die reale Umsetzung einer solchen Trainingsstätte, die in der Europäischen Union einmalig wäre, sucht die DLRG derzeit nach Möglichkeiten.
Rettungseinsatz auf der Ostsee
Ein weiteres Highlight auf dem DLRG Messestand: Besucher können im Rettungsboot Platz nehmen und durch eine Virtual-Reality-Brille einen rasanten Rettungseinsatz auf der Ostsee aus nächster Nähe miterleben. An den Wachstationen im zentral organisierten Wasserrettungsdienst der DLRG an den Küsten passen jedes Jahr tausende freiwillige Rettungsschwimmer auf die Badegäste und Wassersportler auf. Allein in der Badesaison 2025 rückten sie zu fast 250 lebensrettenden Einsätzen auf dem Wasser aus.
Mehr Infos zu den Themen der DLRG auf der Interschutz 2026 gibt’s auf dlrg.de/interschutz
Pressekontakt: Martin Holzhause, Leiter DLRG Pressestelle, Telefon: 0 57 23 955 442, Mobil: 0162 175 12 04, E-Mail: presse@dlrg.de