Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

15.08.2007 – 10:00

ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Missbrauch von rezeptfreien Arzneimitteln bei Jugendlichen

    Berlin (ots)

15. Aug. 2007 - Verschiedene rezeptfreie Arzneimittel gegen Husten oder Einschlafstörungen und Allergien werden von Jugendlichen in sehr hohen Dosierungen missbräuchlich eingenommen. Dazu gehören unter anderem die Wirkstoffe Dextromethorphan und Diphenhydramin. "Die Apotheken sind informiert und werden bei der Abgabe rezeptfreier Arzneimittel an Jugendliche besonders auf möglichen Missbrauch achten", so Apotheker Professor Thomas Beck, Leiter der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Werden die Arzneimittel in den empfohlenen Dosierungen eingenommen, besteht keine Gefahr für Rauschzustände.

    In den USA haben im Jahr 2005 rund 2,4 Millionen Jugendliche, vorwiegend zwischen 13 und 19 Jahren, den hustenstillenden Wirkstoff Dextromethorphan missbräuchlich eingenommen. Fünf Jugendliche starben, nachdem sie falsch deklariertes Dextromethorphan über das Internet gekauft und eingenommen hatten. Anders als in den USA sind in Deutschland die entsprechenden Arzneimittel apothekenpflichtig. Auch in deutschsprachigen Internetforen kursieren Anleitungen zum Missbrauch, aber bislang gibt es in Deutschland keine offiziell bestätigten Todesfälle. "Apothekenpflicht ist bewährter Verbraucherschutz", sagt Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Der Wirkstoff Dextromethorphan ist gefährlich, weil er mit vielen Rauschgiften unvorhersehbare Wechselwirkungen eingeht und zudem genetisch bedingt unterschiedlich vom Körper verarbeitet wird.

    Diese Pressemitteilung und weitere Informationen finden Sie auch unter www.abda.de.

Pressekontakt:
Dr. Ursula Sellerberg
Stellv. Pressesprecherin der ABDA
Tel.: 030 40004-134
Fax:  030 40004-133
E-Mail: u.sellerberg@abda.aponet.de
www.abda.de

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell