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Zeitungsverleger klagen weltweite Verstöße gegen die Pressefreiheit an

Berlin (ots)

Es sei beschämend, dass zu Beginn des 21.
Jahrhunderts das freie Wort an den meisten Orten der Welt mit Füßen
getreten wird, sagte heute der Präsident des Bundesverbands Deutscher
Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, in Berlin anlässlich des
Internationalen Tags der Pressefreiheit. In mehr als 100 Ländern
würden Zeitungen zensiert, Internetzugänge überwacht und blockiert,
Journalisten und Verleger sowie deren Familien drangsaliert - nur
weil sie die Wahrheit sagten.
"Wo immer diktatorische Regime die Macht übernehmen, wird als
erstes die Presse geknebelt und für die eigenen Propagandazwecke
missbraucht", sagte Heinen weiter. Wer es dennoch wage, der
Demokratie ein Forum zu geben und für Freiheit und
Rechtsstaatlichkeit zu streiten, dem drohe das Schlimmste:
Entführung, Gefängnis, Folter, Mord. Diesen mutigen Männern und
Frauen, die mit der Kraft des Wortes Kriegstreiber, Tyrannen und
verbrecherische Banden anklagten, verdienten besonderen Respekt.
Die Deutschen gehörten, führte der BDZV-Präsident weiter aus,
weltweit zu einer Minderheit, die das Glück habe, in einem wirklich
freien Land mit freien Medien zu leben. Dies bedeute auch die
Verpflichtung, jenen zur Seite zu stehen, denen die Presse- und
Meinungsfreiheit verwehrt bleibt. Es sei unerträglich, dass in vielen
Ländern der Welt Morde an Journalisten nicht ernsthaft verfolgt
würden und die Täter straffrei bleiben. Vor diesem Hintergrund hätten
der Weltverband der Zeitungen (WAN) in Paris und seine Mitglieder, zu
denen auch der BDZV zählt, die weltweiten Aktionen zum
Inter-nationalen Tag der Pressefreiheit in diesem Jahr unter das
Motto "Straffreiheit - Wenn Mord unbestraft bleibt" gestellt.
Der 3. Mai erinnert an die Erklärung von Windhuk 1991, in der eine
Gruppe afrikanischer Journalisten freie und unabhängige Medien in
aller Welt forderten. Es sei "vielleicht keiner dieser großen
Gedenktage, hinter denen bedeutende historische Ereignisse stehen",
sagte Heinen. Doch sei es gewiss ein Tag, an dem Menschen weltweit
innehalten sollten in Erinnerung an all jene, "die im Dienst der
Wahrheit und Wahrhaftigkeit Tag für Tag schwere Opfer bringen oder
sogar ihr Leben verloren haben".

Pressekontakt:

Hans-Joachim Fuhrmann
Telefon: 030/ 726298-210
E-Mail: fuhrmann@bdzv.de

Anja Pasquay
Telefon: 030/ 726298-214
E-Mail: pasquay@bdzv.de

Original-Content von: BDZV - Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V., übermittelt durch news aktuell

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