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30.12.2020 – 09:01

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden - Wegsperrung ab Januar : Waldumbau und Rückbau militärischer Bauten

DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden - Wegsperrung ab Januar : Waldumbau und Rückbau militärischer Bauten
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Das neue Jahr fängt für die DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden spannend an: Gleich zwei große Naturschutzmaßnahmen beginnen Anfang Januar. Was für die Flächenbesucher kurzfristig Wegsperrungen mit sich bringt, ist für die Tier- und Pflanzenwelt langfristig eine "große Aufwertung".

Hiermit senden wir Ihnen eine Pressemitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Über eine Veröffentlichung freuen wir uns.

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Große Vorhaben in Cuxhavener Küstenheiden

Waldumbau und Rückbau militärischer Bauten auf DBU-Naturerbefläche - Wegsperrung ab Januar

Cuxhaven. Das neue Jahr fängt für die DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden spannend an: Gleich zwei große Naturschutzmaßnahmen beginnen Anfang Januar. Was für die Flächenbesucher kurzfristig Wegsperrungen mit sich bringt, ist für die Tier- und Pflanzenwelt langfristig eine "große Aufwertung".

Waldarbeiten für den Erhalt seltener Lebensräume

Ab Anfang Januar werden rund fünf Hektar (ha) Wald auf zwei Teilflächen der Cuxhavener Küstenheiden weichen. Während der Holzfällarbeiten auf einer rund dreieinhalb ha großen Schwarzkiefernfläche wird ein Teil des Spazierwegs zwischen Berensch und Wilhelm-Lemke-Aussichtsturm gesperrt. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Integrierten LIFE-Projektes `Atlantische Sandlandschaften´ entwickeln die gemeinnützige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, und Mitarbeiter des Bundesforstbetriebes Niedersachsen ein Wald-Heide-Mosaik in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). "Bei Berensch werden beispielsweise europaweit geschützte Heideflächen auf Binnendünen entstehen", erklärt Bundesforst-Revierleiter Dominik Sucker-Weiß. Bislang verdrängten aufwachsende, aber standortfremde Gehölze wie Schwarzkiefern mehr und mehr das Heidekraut. Um den selten gewordenen Pflanzenrelikten mehr Licht zu verschaffen und seltene Lebensräume wiederherzustellen, roden Forstmaschinen die Fläche im ersten Schritt. Naturschutzfachlich wertvolle Horst- und Höhlenbäume bleiben jedoch etwa als Niststätten erhalten. Die nächsten Schritte des Projektes sind für Herbst 2021 geplant.

Kompensationsmaßnahme der Bundeswehr: Rückbau militärischer Bauten

Bis 2003 nutzte das Militär die heutige DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden zuletzt als Truppenübungsplatz. Um der Natur mehr Raum zurückzugeben, startet das Staatliche Baumanagement Elbe-Weser ab Januar mit einer Reihe von Rückbauarbeiten der militärischen Bauten. Zunächst werden das Pumpenhaus der ehemaligen Panzerwaschanlage sowie eine Spur der Panzerstraße zwischen Wilhelm-Lemke-Aussichtsturm und Altenwalde abgerissen. Eine Straßenseite bleibt weiterhin als Wanderweg für Flächenbesucher erhalten. Diese müssen sich Anfang Januar auf die vorübergehende Sperrung der Panzerstraße einstellen. Die Arbeiten beauftragt die Bundeswehr als Kompensationsmaßnahme für Eingriffe auf dem Fliegerhorst Nordholz.

Arbeiten im Sinne des Naturschutzes

"Naturschutzfachlich ist das alles eine große Aufwertung der Fläche, auch wenn es zunächst nicht danach aussieht", sagt Sucker-Weiß. Denn schwere Maschinen, roher Boden und gefällte Bäume sähen auf den ersten Blick nicht nach Naturschutz aus. "In einiger Zeit entwickelt sich hier aber ein wertvolles Wald-Heide-Mosaik und die Natur gewinnt beispielsweise über die Flächenentsiegelung viel Raum zurück", so der Revierleiter.

DBU Naturerbe übernimmt bundesweit 71 Flächen als Nationales Naturerbe

Als Eigentümerin verantwortet das DBU Naturerbe den Naturschutz auf 71 überwiegend ehemaligen Militärflächen mit rund 70.000 ha in zehn Bundesländern. In Folge der Wiedervereinigung und des langanhaltenden Friedens in Europa hat der Bund bislang etwa 156.000 ha wertvoller Naturfläche als Nationales Naturerbe nicht privatisiert, sondern an Stiftungen, Naturschutzverbände oder Bundesländer übertragen. Zum Nationalen Naturerbe zählen ehemals militärisch genutzte Gebiete, Areale entlang der früheren innerdeutschen Grenze, Treuhandflächen und stillgelegte Braunkohletagebaue. Die Naturschützer im DBU Naturerbe pflegen offene Lebensräume sowie Feuchtgebiete und Gewässer, um ihren Erhaltungszustand möglichst zu verbessern. Die Wälder überlassen sie langfristig ihrer natürlichen Entwicklung. Zudem möchte die Stiftungstochter Menschen für die heimische Natur begeistern.

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Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de

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Klaus Jongebloed
- Pressesprecher -

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