Das könnte Sie auch interessieren:

Tag der Bundeswehr und Jubiläum 70 Jahre Luftbrücke Berlin am Samstag, 15. Juni 2019, ab 9 Uhr auf dem Fliegerhorst Faßberg

Faßberg (ots) - Am Samstag, den 15. Juni 2019, hat bereits zum fünften Mal in Folge der "Tag der Bundeswehr" ...

Summer Class 2019: news aktuell Academy startet praxisnahes zweitägiges Weiterbildungsformat

Hamburg (ots) - Am 9. und 10. Juli findet die erste "Summer Class" der news aktuell Academy statt. An ...

Deutsche Marine leitet neue Ära ein - Fregatte "Baden - Württemberg" wird Teil der Flotte

Wilhelmshaven (ots) - Am Montag, den 17. Juni 2019 um 14:15 Uhr, stellt die Deutsche Marine in Wilhelmshaven ...

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von VAUNET - Verband Privater Medien

17.02.2017 – 11:48

VAUNET - Verband Privater Medien

Privatradios verlassen Digitalradio-Board des Bundesverkehrsministeriums ohne Zustimmung zu einem gemeinsamen Aktionsplan

Berlin (ots)

   - VPRT-Radiovorsitzender Klaus Schunk: "Es ist vollkommen 
     inakzeptabel, wenn eine neue Technologie an den 
     Marktgegebenheiten vorbei politisch verordnet werden soll."
   - Einseitiges Agieren zu Gunsten des Übertragungsstandards DAB+ 
     ist keine Basis für eine gemeinsame Roadmap 

Die im Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) zusammengeschlossenen Privatradios haben gestern den "Aktionsplan zur Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter" als nicht markttauglich abgelehnt und ihre Mitarbeit im Digitalradio-Board des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auf dieser Grundlage beendet.

Der Entwurf der Roadmap wurde gestern von der Parlamentarischen Staatssekretärin Bär an die Staatssekretärin Raab (Rheinland-Pfalz) zur weiteren Beratung an die Rundfunkkommission der Länder übergeben. Der VPRT fordert, dass die Länder nun im Sinne der Vielfaltssicherung im dualen System agieren.

Der Vorsitzende des Fachbereichs Radio und Audiodienste im VPRT und Geschäftsführer von Radio Regenbogen, Klaus Schunk, erklärte: "Neue Technologien kann man politisch nicht verordnen. Sie müssen die Konsumenten überzeugen und sich im Markt von sich aus durchsetzen. Der Ansatz, eine Roadmap für den Übergang in die digitale Radiozukunft mit allen Beteiligten zu erarbeiten, war ein richtiger und wichtiger Versuch. Er ist aus Sicht der Privatradios leider gescheitert. Der Entwurf des Aktionsplans gibt kein marktkonformes Migrationsszenario vor. Er fördert den Übertragungsstandard DAB+ einseitig und an den Markt- und Nutzungsgegebenheiten vorbei."

Die Privatradios kritisieren unter anderem die Maßnahme, von öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht mehr genutzte UKW-Frequenzen größtenteils brachliegen zu lassen und keiner neuen Verwendung durch private Radios zuzuführen. "In dieser Form protektionistisch das Ende des meist genutzten UKW-Standards einzuleiten, der für die Privatradios noch lange und alternativlos Geschäftsgrundlage sein wird, ist nicht akzeptabel. Werden UKW-Frequenzen von ARD oder Deutschlandradio zurückgegeben, sollten sie dafür genutzt werden, neue Gebiete für die seit jeher schlechter gestellten Privatradios zu versorgen und nicht staatlich eingezogen werden", so Schunk.

Darüber hinaus kritisiert der VPRT, dass zur Förderung von Digitalradio eine Regelung für Hörfunkempfangsgeräte vorgeschlagen wird, die mobile Geräte ausklammert. "Smartphones sind ein wichtiger und wachsender Markt für den digitalen Radioempfang. Sie in einer digitalen Migrationsplanung nicht zu berücksichtigen, heißt schlichtweg, das Verhalten der Verbraucher auszublenden", so Klaus Schunk.

Über den VPRT:

Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und Mobileangeboten bereichern seine rund 150 Mitglieder Deutschlands Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen, technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels - national und auf EU-Ebene.

Für Rückfragen:

Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | hs@schultz-kommunikation.com

Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.

Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles - Büro Brüssel

T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vprt.de
www.vprt.de

Original-Content von: VAUNET - Verband Privater Medien, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von VAUNET - Verband Privater Medien
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung